Wie durch ein Wunder überlebt


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In den Wäldern von La Orotava stürzte ein Sportflugzeug ab

Riesiges Glück hatten die drei Insassen eines Sportflugzeuges, die am 25. Januar einen Rundflug über den Norden Teneriffas unternahmen. Es grenzt wahrlich an ein Wunder, dass die drei jungen Menschen den Absturz des Kleinflugzeuges überlebten.

Die Piper PA 28 Cherokee startete gegen 12.30 Uhr bei klarem Wetter vom Flughafen Los Rodeos. Geplant war ein rund einstündiger Rundflug über den Norden bis Masca. Vermutlich war es der plötzliche Wetterumschwung, der dem Piloten einen Strich durch die Rechnung machte. Carlos Martín (29) gilt als erfahrener Pilot, ist seit vier Jahren Mitglied des Flugsportclubs Los Rodeos und hatte vor kurzem erfolgreich einen Kurs mit 150 Flugstunden in den USA absolviert. Zusammen mit seinem Bruder (27) und dessen Freundin (30) war er an diesem Sonntag zu einem Ver-gnügungsflug aufgebrochen.

Kurz nachdem er vom Kontrollzentrum in Los Rodeos die Nachricht erhielt, dass dieser Flughafen vorläufig wegen dichten Nebels nicht anzufliegen sei, stürzte die Piper oberhalb von La Orotava in einen bewaldeten Abhang. Es wird vermutet, dass der Pilot im Wolkenmeer über dem Orotavatal kurzzeitig die Orientierung verlor und zu tief flog. Ein Streifen der Baumkronen kommt als Unfallursache in Frage. Die genauen Ursachen sollen von der spanischen Kom­mission für Flugunfalluntersuchung geklärt werden.

Das Flugzeugwrack blieb auf einem Vorsprung des Abhangs liegen. „Nur zehn Meter weiter unten wäre die Maschine in die Tiefe gestürzt“, sagte später José C. Hernández, Präsident des Flugsportclubs Los Rodeos.

Trotz ihrer Verletzungen konnten die Verunglückten per Handy den Notruf benachrichtigen. „Wir sind am Leben, wissen aber nicht genau wo“, lautete die erste Nachricht.

Das dichte Wolkenmeer behinderte zunächst die Arbeit der Rettungskräfte, die das Flugzeugwrack schließlich im Gebiet von „Montaña de Joco“ lokalisierten. Die Verunglückten wurden per Hubschrauber mit offenen Verletzungen und Brüchen in die Intensivstationen der Inselkrankenhäuser HUC und La Candelaria in Santa Cruz gebracht. Trotz der Schwere ihrer Verletzungen wurde ihr Zustand als „stabil“ gemeldet.




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