„Wenn der Welthandel floriert – geht es der Weltwirtschaft gut“


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Vermögensverwalter Johannes Führ referiert über Chancen und Risiken für den Kapitalanleger

Interview mit dem Vermögensverwalter Johannes Führ.

Wochenblatt: Herr Führ, am Freitag, dem 24. Feb. 2006,  werden Sie um 17.00 Uhr im Hotel Botánico, Puerto Cruz, wieder Ihren alljährlichen Vortrag halten. Diesmal geht es um den Einfluss des Welthandels auf die internationalen Aktien- und Rentenmärkte. Warum ist das für Sie als Vermögensverwalter ein so wichtiges Thema?

Führ: Der Handel zwischen Ländern und Kontinenten ist seit Jahrhunderten die bestimmende Kraft für die Entwicklung der Weltwirtschaft. Er wächst dreimal so stark wie die Wirtschaft selbst. Die günstigen Transportkosten vor allem im See- und Containerverkehr machen es heute beispielsweise möglich, dass ein mittelgroßes Unternehmen aus China oder Indien Waren in Europa oder den USA zu Bruchteilen des Preises anbieten kann, zu denen man sie in den Verbraucherländern herstellen kann.

WB: Bedeutet das nicht, dass viele Unternehmen in den entwickelten Ländern zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, weil sie dem Preisdruck auf die Dauer kaum standhalten können?

Führ: Das gilt sicher für einen Teil der produzierenden Unternehmen bei uns. Wenn ich beispielsweise in der Lage bin, Reifen mit einem Lohnkostenanteil statt von 20 % mit einem von 2 oder 5 % herzustellen, werde ich – bei gleicher Qualität des Produkts – auf die Dauer der Konkurrenz mächtig zu schaffen machen. Auf der anderen Seite gibt es auch bei uns Unternehmen, die sich rechtzeitig auf die globale Herausforderung eingestellt haben oder davon stark profitieren.

WB: Woran denken Sie?

Führ: Beispielsweise an Unternehmen, die mit Transport und Logistik zu tun haben. Aber auch solche aus den vorgelagerten Zulieferungsindustrien. Wer heute Flugzeuge, Container, Schiffe, Eisenbahnen, Straßen, Pipelines und Großanlagen konstruiert, finanziert, baut und betreibt, wird ein überdurchschnittliches Wachstum erleben. Solche Unternehmen mit überdurchschnittlichen Wachstumsaussichten gibt es bei uns, aber auch in den Schwellenländern selbst.

WB: Gibt es noch andere Branchen, die an dieser Entwicklung verdienen?

Führ: Nehmen Sie die Unternehmen, die an der verstärkten Nachfrage nach Rohstoffen und am immensen Energiebedarf der Boomregionen in Asien, Osteuropa oder Lateinamerika verdienen. Die hohen Energiepreise sind letztlich eine Folge davon, dass über den Handel vor allem auf den Weltmeeren ein Land wie China zur verlängerten Werkbank der entwickelten Länder geworden ist und sich nun anschickt, selbst aktiv das Wirtschaftsgeschehen zu bestimmen und zum Exporteur höherwertiger Waren zu werden. Zu den Gewinnern gehören die Stahlproduzenten ebenso wie Unternehmen der Ölindustrie. Aber auch – wie die jüngste Entwicklung gerade bei uns in Deutschland zeigt – neue innovative Firmen, die Alternative Energien wie die Solarenergie entwickeln.

WB: Wie können Anleger von dieser Entwicklung profitieren?

Führ: Indem sie sich beispielsweise verstärkt Aktien solcher Unternehmen ins Depot legen und sich von der Auffassung frei machen, dass am heimischen Markt noch immer die besten Chancen liegen. Wenn die Wachstumsraten in den entwickelten Ländern auf die Dauer im Durchschnitt nur noch ein Drittel, bestenfalls die Hälfte, derjenigen ausmachen, die man in den Emerging Markets erzielt, sind auch die Unternehmensgewinne und die durchschnittlichen Kurschancen bei Aktien in diesen Ländern umso geringer.

WB: Aber sollte ein Anleger wirklich auf Aktien von Unternehmen setzen, die irgendwo in China, Indien oder Brasilien angesiedelt sind?

Führ: Ein Privatanleger wird in der Regel nicht über die Informationsmöglichkeiten verfügen, die für ein Direktinvestment erforderlich sind. Für ihn ist eine Anlage über einen entsprechenden Investmentfonds eine vernünftige Alternative. Der von uns beratene Johannes Führ UI-Aktien-Global-Fonds hat beispielsweise einen seiner drei Schwerpunkte genau in diesem Bereich angesiedelt. In den anderen beiden Bereichen setzt er auf Aktien mit überdurchschnittlichem Wachstum, die wir angesichts der gegebenen Kurschancen für unterbewertet halten. Der dritte Schwerpunkt liegt auf stark gefallenen Werten, die aufgrund von radikalen Umstrukturierungen eine Umkehr des Trends erkennen lassen.

WB: Hat sich diese Strategie denn für die Anleger bislang bezahlt gemacht?

Führ: Der Fonds hat im letzten Jahr immerhin um rund 24 % zugelegt und liegt seit Jahresbeginn schon wieder mit knapp 6 % im Plus.

WB: Viele Börsen scheinen inzwischen aber schon heißgelaufen zu sein, so dass eine Konzentration nur auf Aktien für einen Anleger doch mit erheblichen Risiken verbunden ist.  Worauf kommt es Ihrer Meinung nach eigentlich am meisten an, wenn man nicht nur kurz-, sondern auch mittel- und langfristig an der Börse erfolgreich sein will?

Führ: Darauf gibt es eine ganz klare, durch alle wissenschaftlichen Untersuchungen und unsere jahrzehntelangen Erfahrungen als Vermögensverwalter immer wieder bestätigte Antwort: auf die richtige Mischung eines Portfolios aus Renten- und Aktienanlagen. Dabei ist die Optimierung des möglichen Wertzuwachses allerdings nur einer von mehreren Gesichtspunkten. Ganz entscheidend ist, mit welchem Risiko und welcher Nachhaltigkeit dieser Wertzuwachs wirklich erkauft wird. Oberstes Gebot bei allen Wertpapieranlagen sollte immer die Sicherung des Kapitals sein – erst danach kann es um die Optimierung des Wertzuwachses gehen.

WB: Was heißt das konkret?

Führ: Ich könnte Ihnen heute ein Dutzend von Anlagemöglichkeiten nennen, mit denen Sie innerhalb weniger Tage Ihren Einsatz verdoppeln könnten. Doch all diese kurzfristig vorhandenen Chancen sind mit dem Risiko verbunden, dass Ihr Geld innerhalb derselben Zeit ebenso gut draufgehen kann. Chancen und Risiken sind immer die beiden Seiten einer Medaille. Für einen Vermögensverwalter kommt es zuerst und zuletzt darauf an, das Vermögen eines Mandanten so zu managen, dass es erhalten bleibt und dass die darüber hinaus angestrebten Erträge unter vertretbaren Risiken erwirtschaftet werden. Es bringt einem Anleger nichts, wenn sein Depot in einem Jahr aufgrund eines hohen Aktienanteils mit 25% im Plus liegt, er im nächsten Jahr aber angesichts eines Einbruchs am Aktienmarkt 50 % Minus macht. Um einen 50%igen Verlust wieder auszugleichen, muss der Markt erst wieder um 100% zulegen.

WB: Dass es entscheidend auf die „richtige Mischung“ zwischen Rentenpapieren und Aktien ankommt, leuchtet ja ein. Wie soll ein Normalanleger die aber finden?

Führ: Hinsichtlich der jeweils optimalen Depotaufteilung kommt kein Anleger um diese Qual der Wahl herum. Und die hört  nicht einmal dann auf, wenn er diese Entscheidung einmal getroffen hat, sondern beginnt täglich aufs Neue. Nichts an den Finanzmärkten ist nämlich so unsicher wie der jeweils aktuell von der Mehrheit gesehene oder erwartete Trend. Im Gegenteil: Wenn alle oder die meisten an den Märkten eine bestimmte Entwicklung als „höchstwahrscheinlich“  prognostizieren, trifft sie häufig gerade nicht ein. „Die Mehrheit liegt grundsätzlich falsch!“ – das ist und bleibt eine der wesentlichsten Erkenntnisse der modernen Anlagetheorie.

WB: Worauf sollte das Schwergewicht in einem Depot denn derzeit liegen? Inzwischen haben die Aktienkurse weltweit ja  eine Höhe erreicht, dass einem vor dem nächsten Kurseinbruch angst und bange sein kann.

Führ: Sie haben völlig Recht. Die derzeitige Hausse ist inzwischen 3 Jahre alt. Da wird es in nächster Zeit zwangsläufig an den Aktienmärkten auch mal wieder kräftig bergab gehen. Jede längere Aufwärtsbewegung birgt in sich bereits den Kern für den kommenden Abschwung. Die Chancen und Risiken dabei für Anleger richtig zu managen – ist eine unserer Aufgaben als Vermögensverwalter.

WB: Aber Sie übernehmen doch immer nur Mandate für solche Anleger, die „richtig“ Geld mitbringen. Was nutzen die tollen Ergebnisse Ihrer Vermögensverwaltung dem, der diese Beträge noch nicht aufbringen kann? Wenn jemand nicht mindestens 1 Mio. Euro verwalten lassen will, geht er doch bei Ihnen leer aus.

Führ: Das ist natürlich der Regelfall bei einer individuellen Vermögensverwaltung. Zwischenzeitlich gibt es aber auch bei uns für Anleger, die über kleinere Beträge verfügen, eine echte Alternative. Für den flexibel anzulegenden, auf Renditemaximierung ausgerichteten Teil eines Wertpapiervermögens  nehmen wir einem Anleger seit geraumer Zeit die oben angesprochene Qual der Wahl ab, auch wenn er eben nicht „die Million“ mitbringt. Denn mit dem seit dem vergangenen Jahr unter unserem Dach beratenen DWK Vermögensverwaltungsfonds Universal (ISIN DE0002002839) investiert er in einen gemischten Fonds, der flexibel sowohl in Anleihen als auch in Aktien anlegen kann. Auch wenn kein Fondsmanager und auch wir niemals mit absoluter Sicherheit sagen können, welche der beiden Anlagesegmente – Renten oder Aktien – sich in der Zukunft hinweg besser entwickeln werden, gibt es doch gewisse Erfahrungen, objektive Daten, konjunkturelle Randbedingungen und technische Signale, die es uns ermöglichen, solche Entwicklungen besser einzuschätzen als dies ein Privatanleger in der Regel kann.

WB: Worin liegt das Besondere bei Vermögensverwaltungs-Fonds?

Führ: Hauptziel der Anlagestrategie des DWK Vermögensverwaltungsfonds Universal ist es, das Kapital seiner Anleger langfristig zu erhalten und systematisch zu vermehren. Die Zusammensetzung des Fondsvermögens soll dabei ständig den sich schnell verändernden Chancen und Risiken an den Finanzmärkten angepasst werden. Der Fonds kann daher je nach der an den Finanzmärkten erwarteten Entwicklungen bis zu 100 Prozent in Aktien, aber auch bis zu 100 Prozent in Anleihen und am Geldmarkt investiert sein. Derzeit ist er beispielsweise zu 80 % in Aktien investiert, kann diesen Anteil aber jederzeit – wenn sich die Marktlage verschlechtert – radikal herunterfahren.

WB: Für wen eignet sich dieser Fonds?

Führ: Für Anleger, die keine individuelle Vermögensverwaltung wollen, bietet der Fonds  eine nahezu ideale Möglichkeit, die Entscheidung über die „optimale Mischung“ ihres Kapitals den damit langjährig vertrauten neutralen (!) Profis zu  überlassen, die eine jahrzehntelange Management-Erfahrungen im Renten- und im Aktienbereich vorweisen können. Der Fonds eignet sich aber mindestens ebenso gut für große Vermögen, die die zentrale Entscheidung über die richtige Allokation aus Aktien und Rentenpapieren nicht selbst übernehmen wollen oder können.

WB: Das klingt in der Theorie wirklich gut. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus? Hat der Fonds in der Vergangenheit das gehalten, was die Strategie verspricht?

Führ: Das beurteilen Sie am besten selbst. Wenn Sie davon ausgehen, dass an den Rentenmärkten im vergangenen Jahr mit Rentenfonds Ergebnisse zwischen 2% und 4%, mit breit diversifizierten guten Aktienfonds zwischen 20 % und 30% erzielt werden konnten,  müsste ein entsprechender Mischfonds aus Renten und Aktien einen Mittelwert von etwa 14 % erzielt haben. Der DWK Vermögensverwaltungsfonds Universal legte im letzten Jahr um 18 % zu und gewann in den ersten 6 Wochen 2006 schon wieder 4 %. Damit lag der Fonds im Vergleich mit 417 anderen gemischten Fonds zur Spitzengruppe der besten 10 %, und zwar im 1-, 3- und 12-Monats-Zeitraum. Bei den Altersvorsorge-Sondervermögen(AS-)-Fonds liegt er an der Spitze.

WB: Und woher weiß ich als Käufer des Fonds, wie sich mein Investment weiter entwickelt?

Führ: Über die Entwicklung des Fonds, die getroffenen Entscheidungen, die jeweilige Ausrichtung und die aktuellen Erwartungen des Fondsmanagements wird jeder Anleger, der diesen Fonds über uns erwirbt oder sich bei uns registrieren lässt, in den regelmäßigen Ausgaben unserer  Vierteljahresschrift GLOBAL INVESTOR fortlaufend kostenlos informiert. Auch wenn der Fonds auf einen mittelfristigen Anlagezeitraum und den Aufbau von Vermögen ausgerichtet ist und sich daher nicht für kurzfristige Tradings eignet, kann ein Anleger dessen Entwicklung darüber hinaus börsentäglich mit umfänglichen Informationen über die aktuelle Zusammensetzung, die Wertentwicklung oder den Investitionsgrad über die Internet-Seiten der Kapitalanlagegesellschaft abrufen. Auf unserer eigenen Homepage www.johannes-fuehr.de findet er darüber hinaus einen entsprechenden, wöchentlich aktualisierten Factsheet mit allen notwendigen Informationen. Und wenn jemand keinen Internet-Zugang hat, kann er die jeweils aktuellen Kurse des Fonds jederzeit in den großen überregionalen Zeitungen nachlesen oder über die Videotext-Seiten der deutschen Fernsehanstalten von überallher abrufen.

WB: Würden Sie einen Einstieg in den DWK Vermögensverwaltungsfonds Universal zum jetzigen Zeitpunkt noch empfehlen?

Führ: Angesichts der wieder wachsenden Unsicherheiten an den Aktienmärkten ist der Fonds gerade jetzt eine ideale Ergänzung für jedes auf gute Erträge und überschaubare Risiken ausgerichtete Depot. Mit ruhiger Hand, Augenmaß und den vielfältigen Erfahrungen der Entscheidungsträger im Renten- und im Aktienbereich gesteuert, bietet Ihnen der Fonds ein Anlageinstrument, das in dieser Kombination bislang Seltenheitswert hat. Dass der Fonds dabei höheren Wertschwankungen unterliegt als ein reiner Rentenfonds, ist dabei zwangsläufig. Daraus ergeben sich kurzfristig höhere Risiken, aber eben auch erheblich größere Anlagechancen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Herrn Dr. Werner Kurzawa, Direktor Privatkunden der Johannes Führ Deutschland GmbH, Friedensstraße 6-10, D-60311 Frankfurt am Main. Tel.: 0049-69-2713680 – Fax : 0049-69-271368 10, E-Mail: w.kurzawa@johannes-fuehr.de




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