Wenn der Staat versagt, sind die Bürger gefragt


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Wochenblatt-Leser helfen

Weil die spanische Regierung den Etat für die Sozialdienste um sage und schreibe 65% auf lächerliche 30 Millionen Euro zusammengestrichen hat, können mittellose Familien von offiziellen Stellen kaum noch etwas erwarten.

Jetzt ist in den Wohnvierteln und Gemeinden in ganz Spanien eine Welle der Solidarität zu verzeichnen. Nachbarn bemühen sich zu helfen oder schließen sich zu Gruppen zusammen, um Mitbürgern helfend die Hand zu reichen, die in Armut zu versinken drohen. Da wird die Sammlung von gebrauchten Schulbüchern und –material organisiert, oder es werden Ausgabestellen für gestiftete Lebensmittel eingerichtet. Eigentümergemeinschaften erlassen ihren Mitbewohnern die Umlagequote und teilen die Kosten unter sich auf, wenn diesen das Geld fehlt. Hilfsbereite Bürger sprechen die Menschen in ihrer Nachbarschaft an und fragen, womit sie helfen können, wenn ihnen auffällt, dass es jemandem schlecht geht. Unzählige Ideen werden realisiert, wenn es darum geht, Mitmenschen in Not zu helfen.

In den sozialen Netzwerken erscheinen Websites, auf denen kostenlos Dinge angeboten werden, wie www.telodoy.net (ich gebe es Dir) oder www.telodoygratis.com (ich gebe es Dir gratis). Die Medien berichten täglich von spontaner Solidarität mit der versucht wird, das enorme Loch zu stopfen, welches die Kürzungen bei der staatlichen Sozialhilfe gerissen haben.

21.000 Kilo Lebensmittel

Auch hier auf der Insel finden immer wieder Aktionen statt, um Hilfe für notleidende Familien zu organisieren. So hat die Bürgerinitiative Gente Solidaria de Candelaria eine Sammelaktion von Lebensmittel durchgeführt, bei der sage und schreibe 21.000 Kilo unverderbliche Nahrungsmittel zusammenkamen, die an 350 bedürftige Familien verteilt werden konnten. Diese beachtliche Menge wurde teilweise von rund 300 Spendern, zum größten Teil aber auch von den mehr als 5.000 Zuschauern gestiftet, welche die verschiedenen Veranstaltungen wie Ausstellungen und Musikdarbietungen besuchten, die einen ganzen Tag lang auf der zentralen Avenida de los Menceyes in Candelaria stattfanden. Zahlreiche bekannte Künstler hatten sich in den Dienst der guten Sache gestellt. Am Abend war die unglaubliche Menge von Lebensmitteln auf den Stufen des Sportstadiums der Stadt zu bestaunen.

Eine ähnliche Aktion fand unter dem Titel „Culturaquealimenta“ (Kultur die ernährt) in der Gemeinde Los Realejos statt. In vier verschiedenen Stadtteilen – San Agustín, Icod el Alto, La Montaña und Toscal-Longuera waren Bühnen aufgebaut, wo Kulturvereine und Künstler aus der Gemeinde Proben ihres Repertoires simultan darboten. Bürgermeister Manuel Domínguez freute sich über das deutliche Zeichen der Solidarität seiner Bürger, die mehr als 5.000 Kilo Nahrungsmittel als „Eintrittspreis“ mitbrachten.

Ein dickes Sparschwein geschlachtet

Doch nicht nur die kanarische Bevölkerung, auch deutsche Residenten, die ständig oder sporadisch auf der Insel leben, überraschen immer wieder mit originellen Ideen, um Mittel für unsere Hilfsaktion „Aus Geben wächst Segen“ zu sammeln, mit denen wir soziale Einrichtungen unterstützen. Anfang November feierten Lisa und Ernesto Falke in der Bodega Alvaro in Tacoronte mit einer großen Party ihre Goldene Hochzeit. Von ihren Gästen erbaten sie sich keine Blumen und Geschenke zu ihrem Ehrentag sondern eine Geldspende für unsere Hilfsaktion. Dafür hatten sie ein sehr originell dekoriertes Sparschwein aufgestellt. Als sie es schließlich schlachteten, kamen sage und schreibe 650 Euro zum Vorschein. Ein ganz dickes Dankeschön an Lisa und Ernesto für diese geniale Idee und an alle Gäste, die das Sparschwein gefüttert haben.

Was bisher mit den Spendengeldern geschah

Alle Spenden kommen voll den verschiedensten hier ansässigen Hilfsorganisationen zugute. Dafür bürgt die nunmehr in 30 Jahren bei seinen Lesern erworbene Reputation des Wochenblatts. Das Sonderkonto bei der Solbank wird gebührenfrei geführt. Kein Cent für Verwaltungsaufwand oder dergleichen wird von Ihren Spenden abgezweigt.

Bevor eine Hilfsorganisation vom Wochenblatt gefördert wird, unterhält man sich eingehend vor Ort mit den Verantwortlichen und macht sich ein Bild über deren Ziele, Arbeitsweise und Effektivität. Darüber wird in allen Wochenblatt-Ausgaben berichtet.

Spendenempfänger:

„La Mesa“ Puerto de la Cruz (12/09) Euro 2.000

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (02/10) Euro 2.000

Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

„La Mesa“ Puerto de la Cruz (02/10) für die Anschaffung

eines Lieferwagens Euro 4.000

„La Mesa“ Neueröffnung in San Isidro/Granadilla (03/10) Euro 1.300

Centro de Día Padre Laraña (04/10) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal Hijas de Caridad, Santa Cruz (05/10) Euro 2.500

Caritas Puerto de la Cruz (06/10) Euro 500

und (08/10) Euro 500

Sozialer Speisesaal San Pio X, Santa Cruz (09/10) Euro 2.500

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (11/10) Euro 2.500

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (12/10) Euro 2.500

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña – Weihnachtsbescherung (12/10) Euro 591,77

Caritas Puerto de la Cruz (01/11) Euro 1.000

Caritas Teneriffa – Lebensmittel-Lieferung (03/11) Euro 3.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (04/11) Euro 1.000

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (07/11) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal Casa de Acogida María Blanca, Puerto de la Cruz (8/11) Euro 900

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (09/11) Euro 1.500

Caritas Puerto de la Cruz (10/11) Euro 1.500

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña – Weihnachtsbescherung (01/12) Euro 928,13

Sozialer Speisesaal Casa de Acogida María Blanca, Puerto de la Cruz (01/12) Euro 1.000

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (01/12) Euro 1.000

Caritas „Virgen de los Dolores“ (01/12) Euro 1.000

Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (04/12) Euro 1.500

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paul“ La Laguna (05/12) Euro 1.500

Sozialer Speisesaal Casa de Acogida María Blanca, Puerto de la Cruz (9/12) Euro 750

Caritas „Virgen de los Dolores“ (09/12) Euro 750

Einladung an unsere Leser zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Sol Bank einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos. Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Machen Sie mit…

Wenn auch Sie bei unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ mitmachen wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das unten genannte Konto. Alternativ nehmen wir auch gerne Ihren Scheck oder Bargeld in unserem Büro in Puerto de la Cruz entgegen.

Spendenkonto bei der Solbank: 00810403340001185625

IBAN: ES1400810403340001185625

BIC: BSABESBB

Das Online-Spendenformular finden Sie hier: