Weniger Messepräsenz


Teneriffas Tourismusamt muss sparen

Überall wird gekürzt und auch Teneriffas Tourismusamt wird in diesem Jahr mit weniger Geld auskommen müssen. Der Etat wurde um 8,5% auf 7,5 Millionen Euro runtergefahren.

Innerhalb von drei Jahren wurde der Posten für Turismo de Tenerife um insgesamt 60% gekürzt und liegt heute auf dem Niveau von 2004.

Carlos Alonso, Leiter des Tourismusamtes, und Miguel Ángel Santos, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, äußerten, bei der Werbung jedoch nicht sparen zu wollen. Ganz im Gegenteil, gerade in diesem Bereich solle noch mehr investiert werden.

Alonso und Santos gaben an, die Bereiche optimieren und die zur Verfügung stehenden Mittel gezielter einsetzen zu wollen. Außerdem beabsichtigen sie, bei anderen öffentlichen Verwaltungen und im Privatsektor nach finanziellen Mitteln zu suchen.

Gespart werden solle jedoch bei der Messepräsenz. Man wolle sich auf die Hauptquellmärkte wie Großbritannien und Deutschland sowie die unlängst zunehmenden Märkte wie Frankreich konzentrieren, aber an unbedeuterenden Messen nicht mehr teilnehmen. Natürlich werde die Insel auf der Tourismusmesse von Madrid (Fitur), der Tourismusmesse von Berlin (ITB) und der Tourismusmesse von London (WTM) vertreten sein, aber auf einige andere Messen müsse verzichtet werden.

Zudem habe man festgestellt, dass die Tourismusmessen mittlerweile mehr dazu benutzt würden, die Urlaubsziele mit den Reiseveranstaltern und den Fluggesellschaften zur Aushandlung neuer Verträge an einen Tisch zu bringen, anstatt neue Touristen anzuziehen, denn diese würden sich kaum mehr durch einen Messebesuch für ein bestimmtes Ziel entscheiden. Heutzutage informierten sich die potentiellen Urlauber überwiegend im Internet. Deswegen wolle man vermehrt auf Werbung dort und insbesondere in sozialen Netzwerken setzen.




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