Wassernot beendet


Wasserbecken sind im Schnitt zu 60% gefüllt

Nach einem äußerst niederschlagsarmen Herbst und Winter auf den Kanarischen Inseln wurde der Regen Ende Februar als willkommenes Geschenk des Himmels aufgenommen.

Besonders für die Landwirtschaft waren die ergiebigen Niederschläge ab dem 18. Februar eine gute Nachricht, denn die anhaltende Trockenheit drohte, zu Ernteausfällen zu führen. Für die Kartoffeläcker kam der Regen gerade noch rechtzeitig, sodass der Ernteausfall mit zwischen 5 und 10% recht gering bleiben wird. 

Nach Auskunft des Leiters des Landwirtschaftsressorts, Jesús Morales, stieg die Füllmenge der Wasserspeicher auf Teneriffa innerhalb weniger Tage an, sodass das Gesamt­­volumen der 21 Wasserbecken am 1. März bei 2,9 Millionen Kubikmetern lag – 60% des Gesamtfassungsvermögens. Anfang Januar lag der Vorrat noch bei 2,5 Millionen Kubikmetern.

Messungen in den Wasser-Reservoirs im Norden der Insel  am 1. März ergaben ein Volumen von 2.325.520 Kubikmetern (68%), im Süden waren es 498.581 Kubikmeter (66%).

Der Regen Ende Februar setzte nun zumindest vorerst der Sorge der Landwirte um die Bewässerung ihrer Felder und Äcker ein Ende. Auch das Inselwasseramt ist beruhigt und wird vorerst kein Wasser mehr kaufen, um die Wasserspeicher zu füllen. Im Januar hatte das Cabildo mehrere Becken befüllen lassen, und die Reserven um 3% aufgestockt.

Die Wasserbecken Teneriffas werden auf drei unterschiedliche Arten befüllt: durch den Ankauf von Wasser privater Stollen, durch den Oberflächenabfluss und durch Wasserüberschuss der Landwirte und Gemeinden, die nicht genutztes Wasser in die Becken leiten.

Die heftigen Regenfälle und der Hagel am 18. und 19. Februar richteten allerdings vereinzelt auch Schäden an. Äcker mit Spinat, Salat und Kohl sowie einige Bananenplantagen litten unter dem Hagel.

Wasserbecken auf La Gomera aufgefüllt

Auch auf anderen Inseln, die unter der Wasserknappheit litten, konnten die Landwirte aufatmen. Auf La Gomera sind die Wasserbecken mittlerweile zu rund 70% gefüllt und die Wasserversorgung der Landwirtschaft somit fürs erste gewährleistet.




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