Was nicht passt, wird passend gemacht


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„Seegraswiesen sollen Granadilla-Hafen nicht verhindern“

Die kanarische Regierung hält weiter an ihrem Vorhaben fest, auch noch das letzte Hindernis für den Bau des umstrittenen Industrie- und Handelshafens von Granadilla auf Teneriffa aus dem Weg zu räumen. Eine Seegraswiese in unmittelbarer Nähe zum zukünftigen Standort des geplanten Mammut-Hafens hat nämlich bislang verhindert, dass die Bauarbeiten beginnen konnten, obwohl der entsprechende Auftrag bereits im Februar 2007 vergeben wurde.

Die Seegraswiese, bestehend aus Gräsern mit dem wissenschaftlichen Namen Cymodocea nodosa, auch Kleines Neptungras genannt, stehen auf den Kanarischen Inseln, sehr zum Unmut der Hafenbefürworter, unter besonderem Schutz. Um ganz konkret zu sein, stehen sie im „Katalog geschützter Spezies der Kanaren“.

Über ihren Umweltminister Domingo Berriel hat die kanarische Regierung nun beantragen lassen, die Seegraswiese von Granadilla aus diesem Katalog zu nehmen, um die Bauarbeiten nicht weiter zu behindern. Eben das war im Vorfeld von Teneriffas Hafenamt, das für den Bau des Hafens von Granadilla zuständig ist, beantragt worden.

Berriel, der sich Ende November diesbezüglich im Regionalparlament unter anderem von den oppositionellen Sozialdemokraten befragen lassen musste, erklärte unter anderem, die Existenz der Seegraswiese sei selbst durch dieses Vorhaben in keiner Weise gefährdet. Schließlich stelle die betroffene Stelle nur 1% der gesamten Population auf kanarischem Gebiet dar.

Der kanarische Umweltminister versicherte, der Prozess bis zur Abstufung des bislang geltenden Schutzes dieser Seegraswiese solle so „transparent“ wie möglich ablaufen. Demnach werde der Antrag auch vor einer endgültigen Entscheidung der Öffentlichkeit zur Einsicht zugänglich gemacht. 




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