Warum Süßes süchtig macht!


Oder wie Sie sich langfristig mit der richtigen Ernährung von Übergewicht und Bulimie befreien können

Menschen, die übergewichtig sind und Frauen, die Bulimie (Ess-Brechsucht) praktizieren, essen während ihrer Heißhunger-Attacken häufig Süßigkeiten, raffinierte Kohlenhydrate und Fett. Sie essen während einer Attacke ganz anders, als wäh­rend der so genannten „normalen“ Mahlzeiten.

Dabei wissen sie meist viel über Ernährung, aber sie wissen wenig darüber, warum und unter welchen Umständen der menschliche Appetit so entgleist. Manche Menschen veranlasst er, auf einmal 5.000 bis 10.000 Kalorien zu verzehren. Diese Attacken können das ganze Leben beeinträchtigen und zerstören.

In dieser Situation versuchen die meisten Menschen ihr Essverhalten zu kontrollieren und benutzen dazu die alte Kalorienlehre – die jedoch das Problem nur verschlimmert. Auch die „Low Fat“-Theorie kann zu Heißhungerattacken beitragen, weil sie einen Rückkoppelungsprozess auslöst, der zur Gier auf mehr Fett und mehr Zucker führt

Warum macht Zucker süchtig und löst die gefürchteten  Heißhungerattacken aus? Laut Inke Jochims (Buchautorin) macht der Konsum von Zucker süchtig und verschlimmert Übergewicht und Bulimie.

Zucker ist eine Art Beruhigungsmittel, das genau wie Alkohol oder Zigaretten häufig zur Milderung von Stressreaktionen eingesetzt wird. Es muss nicht süße Schokolade sein, sondern es können auch fettes Fleisch, Fast Food, Nudeln oder Chips sein. Jemand, der gern übermäßig Chips und Currywurst isst, kann also genauso als zuckersüchtig bezeichnet werden. Dabei belohnen Männer sich mehr mit einem Bier, während Frauen eher zu Pralinen greifen. Bier besteht aus Maltose. Maltose besteht aus zwei Molekülen Glukose und wirkt noch stärker zuckrig auf den menschlichen Körper als Haushaltszucker. Folglich ist Zuckersucht eine Reaktion des menschlichen Körpers auf Glukose.

Der Psychologe John Hoebel wies nach, dass Zucker, Weißmehl und Fett einen stärkeren Belohnungseffekt haben als andere Lebensmittel. Und wer kennt das nicht und belohnt sich nach einem stressigen Tag mit etwas Süßem.

Dabei wirkt Zucker im Gehirn auf mehrfache Weise, er löst die Ausschüttung gleich mehrerer stimmungsaufhellender Botenstoffe aus: Er steigert  den Serotoninspiegel und hat einen antidepressiven Effekt. Zucker fördert außerdem die Ausschüttung von Dopamin, was für Energie und gesteigerte Motivationsfähigkeit sorgt.

Zudem produzieren diese Nahrungsmittel viel Insulin und im Gehirn einen Mangel an Serotonin und Heiß­hunger­attacken  – und das macht dick.

Auch bestimmte soziale Situationen, wie Stress zu Hause oder in der Arbeit, z.B. bei überfordernden Aufgaben, Versagen, vermindern diesen wichtigen Botenstoff und lösen daher Attacken aus. Auch bei Kummer und Einsamkeit wird der Botenstoff verringert und dann belohnt man sich eben mit etwas Süßem und futtert sich auch noch eine Schutzschicht an. Ein weiterer appe-titauslösender Botenstoff auf Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehl, ist das Neuropeptid Y (NPY). Außerdem hemmt es die Lust auf Bewegung. Es werden also genau die Mechanismen in Gang gesetzt, die als Hauptursache für Übergewicht gelten.

Alle Stoffe, die zur Ausschüttung der genannten Botenstoffe führen, sind Suchtstoffe. Zucker ist eine richtige Droge wie Nikotin und Alkohol. Außerdem haben Zu­ckersüchtige kein Sättigungsgefühl. Zucker maskiert in Nahrungsmitteln das Fett, und Fett verhindert, dass eine Speise zu süß schmeckt. Zweitens wird das Sättigungsgefühl überrannt. Man fühlt sich zwar satt, aber das Signal führt zu keiner Handlung (Aufhören) im Gegenteil: Das Gehirn ruft „Iss mehr, iss mehr!“

Warum werden Menschen süchtig? Menschen werden süchtig, weil das Gehirn über ein sogenanntes Belohnungszentrum verfügt. Dieses Zentrum spielt praktisch für die Entstehung aller Sucht- und Abhängigkeitsprobleme eine wesentliche Rolle. Das Belohnungszentrum war ursprünglich dafür gedacht, dass Menschen für Essen „arbeiten“, das heißt, es zu suchen und zu jagen und dafür belohnt zu werden, um die wünschenswerte Handlung zu wiederholen. Nur gab es damals keine Cola, Süßigkeiten und Weißmehl etc. und die Höhlenmenschen hatten mehr Bewegung. Wie bei jeder Droge kommt es mit der Zeit zu einer erhöhten Toleranz: Man braucht immer mehr, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Umgekehrt kommt es zu Unlustgefühlen, wenn die Droge abgesetzt wird.

Nun kann man suchtauslösende Stoffe wie Alkohol und Nikotin absetzen, essen müssen wir jedoch immer.  

Die zwei Formen der Zu­ckersucht: Es gibt zwei verschiedene zuckersüchtige Persönlichkeiten: Typ A ist ein Mensch mit einer Überfunktion der Nebennierenrinde, einem hohen Dopamin-, und einem niedrigen Serotoninspiegel. Er verbrennt stärkehaltige Kohlenhydrate zu schnell, reagiert aber mit einem hohen Glücksgefühl. Er hat Sehnsucht nach Baguette und Croissant und versucht sein Verhalten zu kontrollieren, aber irgendwann ist die Sucht stärker und dann isst er für drei – und empfindet sich als disziplinloser Versager. Bulimische Frauen und Männer sind meistens Typ A-Menschen. Typ B ist der Mensch mit einer Unterfunktion der Nebennierenrinde, also niedrigem Dopamin-, ebenfalls niedrigem Serotoninspiegel. Er ist ein langsamer Verbrenner von Kohlenhydraten. Er giert oft nach allem Salzigen und Fettem. Das ist der Typ, der, vor die Wahl gestellt, statt Torte lieber Hotdogs oder Cheeseburger essen würde. Es gibt zwar Mischformen, aber übergewichtige Frauen und Männer haben üblicherweise mehr Typ B-Anteile. Beide Typen sind in ihrem Denken, Fühlen und Handeln sehr unterschiedlich. Und eben deshalb müssen beide völlig verschiedene Heilungswege beschreiten. Das bedeutet nicht nur eine unterschiedliche Er­nährung, sondern auch eine entsprechende Verhaltensänderung in den übrigen Überlebenssystemen wie Hunger und Sättigung, Sicherheit und Reproduktion.

Gehören Sie auch zu den Menschen, die nicht wissen was sie tun können, um ihren Appetit so zu beeinflussen,  dass sie ihn in eine gesunde Balance zurückbringen?

Sie können sich in ca. fünf Sitzungen langfristig aus der Zucker-Sucht befreien. Für den endgültigen Ausstieg aus der Abhängigkeit von Zucker und Weißmehl, der Umstellung auf eine ausgleichende Ernährung sowie der Balance zwischen den drei Überlebens-Systemen braucht die Psychotherapeutin Heide Meister bei Übergewichtigen normalerweise fünf Sitzungen. Bei Bulimie-Erkrankungen etwas länger. 

Die Wurzeln des Suchtverhaltens aufspüren. Zuerst analysiert sie durch bestimmte Tests, zu welchem Typ der Patient gehört und welche Nahrungsmittel die Gehirnchemie positiv beeinflussen. Durch Hypnose und mit Hilfe des Unterbewusstseins spürt Heide Meister die Wurzeln der Sucht auf,  wo besteht ein Mangel im Überlebenssystem. Dies sind die ersten Schritte zur Veränderung des Verhaltens. Ihr Erfolgsrezept für die Veränderung der Ess-Gewohnheiten ist die Trance: „Das ist eine spezielle Art entspannter und nach innen gerichteter Aufmerksamkeit. So kann im Bereich des Unbewussten das Bedürfnis, Falsches zu essen, verändert und auf andere bessere und gesündere Verhaltensweisen gelenkt werden.“

Der Patient lernt, eine Kombination aus Nahrungsmitteln und Verhaltensweisen zu wäh­len, die seine Gehirnchemie so ausbalanciert, dass er Heiß­hungerattacken besiegen, dauerhaft abnehmen und sich auch von der Bulimie erfolgreich befreien kann. Dabei unterstützt die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln diesen Prozess. Der Patient lernt den Stress in seinem Alltag zu mindern, indem er regelmäßige Auszeiten und Entspannungsphasen in seinen Tagesablauf einbaut, denn auch diese stoppen den Heißhunger auf Süßes oder Fast Food. Außerdem  finden wir heraus, welche Sportart und Musik bei ihm serotoninsteigernd ist. Denn Sport sowie Musik kann die Gehirnchemie verändern, so dass man weniger Attacken bekommt und sich stärker und gesünder fühlt.

Dabei kommt der Genuss nicht zu kurz und man fühlt sich ausgeglichen und zufrieden. Die Selbsthypnose-/Tiefen­entspannung festigt die neuen Verhaltensweisen. Das kann der Patient auch zwischen den Sitzungen gut ein-üben und Versuchungssituationen erfolgreich meistern.

Mehr Information

Heide Meister  Psychotherapeutin HP, Hypnotherapeutin

Tel.: +34 922 729 463        Mobil:  +34 609 546 96

mailinfo@heidemeister.com       www.heidemeister.com




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