Walskelette in der Landschaft


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„Global Nature“ und die Natur- und Tierschutzstiftung „Canarias Conservación“ werden in Zusammenarbeit mit der Stadt Los Silos am kleinen Strand La Araña ein Walskelett ausstellen.

„Canarias Conservación“ hat durch das Projekt „Skulpturen der Natur“ schon eine Reihe von Knochengerüsten tot gestrandeter Meeressäuger zu Skulpturen umgebaut, die an verschiedenen Küstenpunkten Fuerteventuras aufgestellt wurden.

Im Jahr 2000 stellten das Cabildo von Fuerteventura und das regionale Umweltministerium der Umweltstiftung das Skelett eines 19 m langen Finnwals (Balaenoptera physalus)  zur Verfügung, der an der Küste von Majanicho in La Oliva gestrandet war. Aus dem wissenschaftlichen, kulturellen und didaktischen Wert dieses Fundes entstand die Idee, das Walskelett zu einer Skulptur zusammenzusetzen, die quasi als Hommage an die in kanarischen Gewässern heimischen Meeressäuger in der Küstenlandschaft eingefügt wurde. In Las Salinas del Carmen in Antigua findet der Besucher das Skelett des Finnwals, und im Saladar de Jandía in Pájara ist der Knochenbau eines Pottwals ausgestellt (Fotos).

Dank des Projektes „Esculturas de la Naturaleza“ konnten inzwischen die Knochen verschiedener gestrandeter Wale wieder zu kompletten Skeletten zusammengefügt werden, die nun nach und nach die Inselküste bevölkern. Auch die im kanarischen Meeressäugermuseum auf Lanzarote ausgestellten Exemplare wurden von der Stiftung präpariert. Die Stiftung „Canarias Conservación“ stellt fest, dass trotz aller Bemühungen bedauerlicherweise die meisten Kadaver von gestrandeten Meeressäugern nach der wissenschaftlichen Untersuchung durch eine Nekropsie auf den Inselmüllkippen landen.

Jetzt soll die erste „Skulptur der Natur“ nach Teneriffa kommen. Derzeit wird am Skelett eines Seiwals gearbeitet, das in der Bucht La Araña aufgebaut werden soll.




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