Waldbrandprävention: mehr Einsatzkräfte

Blick auf den Vulkan (Aufnahme vom 4. Januar), aus dem immer noch an manchen Stellen Gase austreten. Foto: EFE

Blick auf den Vulkan (Aufnahme vom 4. Januar), aus dem immer noch an manchen Stellen Gase austreten. Foto: EFE

Bis 2025 wird die Inselverwaltung 14,7 Millionen Euro bereitstellen

Teneriffa – Das Cabildo von Teneriffa hat angekündigt, die Waldbrandprävention in diesem und den nächsten Jahren zu verstärken. Bis zum Jahr 2025 will die Inselverwaltung 14,7 Millionen Euro zusätzlich für Maßnahmen und Personal für den Brandschutz in den Wäldern der Insel investieren. Vor allem das Personal für die Präventionsarbeit und die aktive Bekämpfung von Waldbränden soll aufgestockt werden. Demnach plant das Cabildo zur Verstärkung der Forstschutzbrigade die Einstellung von 140 neuen Mitarbeitern.

Cabildo-Präsident Pedro Martín erklärte, dass es das ­erklärte Ziel seiner Partei im ­Cabildo sei, die Mittel und Werkzeuge zur Prävention und Bekämpfung von Waldbränden stetig zu verbessern. In diesem Sinne sei bereits im vergangenen Jahr eine Verlängerung der Sommer-Waldbrandkampagne beschlossen worden, erklärte er.

Im November zog das Umweltamt der Insel Bilanz des Sommers und teilte mit, dass im Jahr 2021 während der Waldbrandpräventionskampagne 3.063 Hektar Landfläche vom Feuer betroffen waren. Die Waldbrandbekämpfungseinheit BRIFOR musste insgesamt 19-mal ausrücken, 14-mal wegen kleinerer Brandherde und ­fünfmal wegen größerer Brände, die sich ausgebreitet hatten. Als kleinere Brandherde, ­sogenannte „conatos“, gelten Brände, die kleiner als ein Hektar sind. Alles was über die Ausdehnung von einem Hektar hinausgeht, wird als „incendio“ eingestuft.

Der größte Brand, der sich 2021 auf Teneriffa ereignete, war der Waldbrand in Arico. Das Feuer brach am 20. Mai in einer Schlucht in Arico aus und breitete sich, begünstigt durch ­starken Wind, hohe Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit, rasend schnell in Richtung Teide-Nationalpark aus. Nach mehrtägigen Löscharbeiten konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Die Bilanz der Zerstörung durch das Feuer belief sich auf 3,83 Hektar.

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