Waldbrand unter Kontrolle

Tagelang erschwerten die Wetterverhältnisse die Löscharbeiten, die durch starken Wind, hohe Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit kaum vorankamen. Fotos: EFE/Moisés Pérez

Tagelang erschwerten die Wetterverhältnisse die Löscharbeiten, die durch starken Wind, hohe Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit kaum vorankamen. Fotos: EFE/Moisés Pérez

3.029 Hektar wurden Opfer der Flammen

Teneriffa – Der erste große Waldbrand dieses Jahres ist unter Kontrolle. Vier Tage lang wütete das Feuer, das am 20. Mai um 11.45 Uhr in dem Gebiet von Chajaña in Arico ausgebrochen war. Bereits am ersten Abend des Kampfs gegen die Flammen wurde angesichts der kritischen Lage die Koordination der Löscharbeiten von der kanarischen Regierung übernommen und die Warnstufe 2 erklärt.
Das Feuer, das in einem unbewohnten Gebiet ausbrach, fraß sich, angefacht von starkem Wind und hohen Temperaturen immer weiter in Richtung Teide-Nationalpark. Am Freitag und Samstag erschwerten die Wetterverhältnisse die Löscharbeiten weiter. Rund 300 Feuerwehrleute kämpften am Boden gegen die Flammen. Aus der Luft warfen sechs Hubschrauber – vier von der kanarischen Regierung und einer vom Cabildo – und drei Löschflugzeuge Wasser auf die Brandherde. Zeitweise war es den Flugzeugen wegen des starken Windes und Wellengangs allerdings unmöglich, an der Küste Wasser aufzunehmen. Sondereinsatzkräfte der Militäreinheit UME (Unidad Militar de Emergencias) unterstützen die Löscharbeiten am Boden.

Tagelang erschwerten die Wetterverhältnisse die Löscharbeiten, die durch starken Wind, hohe Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit kaum vorankamen. Fotos: EFE/Moisés Pérez
Tagelang erschwerten die Wetterverhältnisse die Löscharbeiten, die durch starken Wind, hohe Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit kaum vorankamen. Fotos: EFE/Moisés Pérez

Erst am Sonntag, dem 23. Mai, änderten sich die Wetterverhältnisse, und es gelang, das Feuer auf 3.029 Hektar mit einem Umfang von 42 Kilometern einzugrenzen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Die Guardia Civil hatte unterdessen den genauen Ort ermittelt, an dem das Feuer am Donnerstag ausgebrochen war. Der Brand hatte seinen Ursprung in der Schlucht von Chajaña; die Brandursache ist allerdings noch nicht geklärt.

Tagelang erschwerten die Wetterverhältnisse die Löscharbeiten, die durch starken Wind, hohe Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit kaum vorankamen. Fotos: EFE/Moisés Pérez
Tagelang erschwerten die Wetterverhältnisse die Löscharbeiten, die durch starken Wind, hohe Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit kaum vorankamen. Fotos: EFE/Moisés Pérez

Um 12.45 Uhr am 24. Mai wurde der Waldbrand von der Regionalregierung dann offiziell für „unter Kontrolle“ erklärte, obschon die Löscharbeiten fortgesetzt werden müssen, um ein erneutes Aufflammen an noch besonders heißen Stellen zu verhindern. Die Warnstufe des Brandes wurde auf 1 herabgesetzt und die Koordination wieder der Inselverwaltung übergeben. Die Kräfte der Militäreinheit UME sowie die drei Löschflugzeuge wurden abgezogen, während Feuerwehrleute am Boden im Einsatz bleiben, und auch die drei Löschhubschrauber weiterhin im Bedarfsfall eingesetzt werden können. Die Nacharbeiten werden voraussichtlich noch Wochen dauern.
Regierungssprecher Julio Pérez lobte in einer Stellungnahme am 24. Mai die außerordentliche, koordinierte Arbeit aller Behörden und Einsatzkräfte. Teneriffas Cabildo-Präsident Pedro Martín hob hervor, dass die schnelle Reaktion ausschlaggebend gewesen sei; innerhalb von nur wenigen Stunden waren sechs Löschhubschrauber und drei Flugzeuge über Arico im Einsatz.

Tagelang erschwerten die Wetterverhältnisse die Löscharbeiten, die durch starken Wind, hohe Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit kaum vorankamen. Fotos: EFE/Moisés Pérez
Tagelang erschwerten die Wetterverhältnisse die Löscharbeiten, die durch starken Wind, hohe Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit kaum vorankamen. Fotos: EFE/Moisés Pérez

Wanderwege gesperrt

Die aufgrund des Feuers erfolgte Sperrung von Forstpisten und Wanderwegen in den Gemeinden Arico, Fasnia, Granadilla und Vilaflor konnte noch nicht aufgehoben werden.
Gesperrt sind auch diese Wege im Teide Nationalpark: Siete Cañadas, El Filo, Los Valles, Volcán de Fasnia, Sanatorio, Degollada de Guajara, Alto de Guajara und Cumbres de Ucanca.

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