Waldbrände überschatten Festlichkeiten zu Ehren der Schutzheiligen


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Überschattet von den Waldbränden fanden am 14. und 15. August in Candelaria die Festlichkeiten zu Ehren der Schutzheiligen der Inseln statt.

Die Heilige Jungfrau von Candelaria zog trotz der extremen Hitze viele Gläubige an, die größtenteils der Aufforderung des Bürgermeisters und des Kirchenrektors gefolgt waren und in diesem Jahr anstatt Blumenopfern für die Heiligenfigur Lebensmittelspenden für die Bedürftigen in der Gemeinde brachten. Fast fünf Tonnen Lebensmittel kamen dadurch zusammen und werden von Caritas nun an notleidende Bürger verteilt.

Im Laufe der beiden Festtage wird Candelaria jedes Jahr von rund 250.000 Gläubigen besucht, viele davon kommen auf den Pilgerwegen, aus religiöser Inbrunst oder sportlicher Begeisterung. Aufgrund der akuten Feuergefahr in den Wäldern entschied das Cabildo, die traditionellen Pilgerrouten über die Berge zu sperren. „In allen Gebieten über 600 Metern Höhe herrscht höchste Alarmbereitschaft“, mahnte Cabildo-Präsident Ricardo Melchior.

Der kanarische Regierungspräsident Paulino Rivero wünschte sich in seiner Ansprache am 15. August von der Guardia Civil, dass sie durch die möglichst baldige Festnahme der Brandstifter ein Exempel statuiere. Für ihn steht es außer Frage, dass Brandstifter für die zahlreichen Brandherde verantwortlich sind, die während der letzten Wochen ausbrachen. „Es ist genug!“ forderte Rivero und unterstrich die Notwendigkeit, diese Übeltäter zu fassen, die Menschenleben gefährden und die Inseln zerstören.

Auch Bischof Bernardo Álvarez drückte seine Solidarität mit den von den Waldbränden Betroffenen – insbesondere auf der Nachbarinsel La Gomera – aus.




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