Videoüberwachung in Las Verónicas gefordert


Unternehmerverband wünscht sich eine stärkere Polizeiüberwachung der Club-Meile von Playa de las Américas

Der Unternehmerverband von Playa de las Américas und Costa Adeje hat über seinen Präsidenten dringend Maßnahmen gefordert, um die Kriminalität und Unsicherheit auf der Party-Meile von Las Américas einzudämmen.

Víctor Sánchez meldete sich auch im Namen derer zu Wort, die aus Furcht vor Repressalien lieber nicht genannt werden wollen. 

Wie Sánchez berichtet, kommt es besonders häufig in den Nachtstunden zwischen 01.00 und 06.00 Uhr zu Zwischenfällen. Erst vor wenigen Wochen sei ein junger Brite mit einem Messer schwer verletzt worden, sagte er. Die britische Boulevardpresse berichtete, der 22-Jährige sei fast verblutet.

Der Angriff ereignet sich kurz nach 01.00 Uhr morgens. Víctor Sánchez  erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Polizeipräsenz weder morgens noch am frühen abend besonders wichtig sei, sondern in der Nacht, wenn viele Besucher der Pubs und Discotheken unter Alkoholeinfluss die Lokale verlassen. Gerade zu fortgeschrittener Nachtstunde sei eine Erhöhung der Polizeipräsenz wichtig, mahnte er. Weitere Probleme in diesem Gebiet seien Drogenhandel, Diebstähle und Prostitution. Für die Verbesserung der Sicherheit in Las Verónicas und Starco sei eine bessere Zusammenarbeit von Ortspolizei und Nationalpolizei erforderlich. Der Einsatz von Polizisten in Zivil habe bereits gute Ergebnisse gebracht, müsse aber verstärkt werden, denn sporadische Patrouillen reichten nicht aus, so Sánchez. Er ist davon überzeugt, dass eine Videoüberwachung besonders konfliktreicher Zonen sehr effektiv wäre.

Die Leiterin des Amtes für Sicherheit der Gemeinde Arona, Carolina Reverón, wiegelte in einer Stellungnahme ab, der Messerangriff Ende März sei ein Einzelfall und die Gemeinde sei um die Sicherheit von Las Verónicas und Starco bemüht. „Man darf solche Vorfälle nicht als ‘ortsspezifisches Problem’ betrachten“, erklärte sie. Der Vorsitzende des Unternehmerverbands versicherte, dass es nicht seine Absicht sei, für Beunruhigung zu sorgen. Er fühle sich lediglich in der Pflicht, von Tatsachen zu berichten, damit Maßnahmen ergriffen werden. 

Natürlich, so Sánchez, sei der Süden Teneriffas sicher, doch in gewissen Gebieten sei einfach mehr Polizeipräsenz notwendig, vor allem in der Nacht.




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