Vermehrt Diebstähle in Urlaubsgebieten


© AYTO Adeje

Policía Local kritisiert Organisationsmängel

In den touristisch geprägten Zonen um die Strände von Adeje, Los Cristianos, Las Américas und El Médano nehmen Taschendiebstähle und die Belästigungen durch aggressive Werbemethoden sowohl durch Straßenhändler als auch durch die teilweise sehr aufdringlichen Restaurantwerber zu.

Die ortsansässigen Geschäftsleute sind alarmiert und fordern Maßnahmen, die die Strände, Promenaden und Einkaufsstraßen wieder sicherer machen. Sie stellen fest, dass die Kriminalität in ihrer Umgebung zunimmt und finden die amtlichen Statistiken wenig aussagekräftig, da die meisten betroffenen Urlauber wieder abreisen, ohne die Belästigung oder den Diebstahl gemeldet zu haben.

Die sogenannte „Policía Turística“, eine Einheit der Policía Local, die auf den Promenaden und Einkaufsstraßen von Los Cristianos und Las Américas für Sicherheit und Ordnung sorgen soll, ist mit elf Beamten chronisch unterbesetzt. Hinzu kommen laut Aussagen der Gewerkschaften eine mangelnde Ausstattung sowie drastische Organisationsmängel, welche die Arbeit der Beamten behindern. Die Gewerkschaftssprecher finden es skandalös, dass die Diensteinteilung so schlecht funktioniert. Es komme vor, dass in einer Nachtschicht sechzehn Beamte arbeiten und in der anschließenden Schicht nur sechs. Eine Besprechung mit dem neuen Bürgermeister von Arona, Francisco Niño, sei ihnen bisher noch nicht zugestanden worden, und auch der Sicherheitsbeauftragte der Stadtverwaltung kümmere sich nicht um die Missstände bei den Sicherheitsorganen der Gemeinde.

In El Médano haben Raubdelikte zugenommen. Laut Aussagen der Gemeinderätin für Sicherheit ist dort die kriminelle Aktivität, sowohl was Taschendiebstahl als auch was Einbruch in Wohnungen und Häuser angeht,  um 50% gestiegen.

Die Stadtverordnete empfiehlt dringend, sich an die Ratschläge der Polizei zu halten und keine Wertsachen mit an den Strand zu nehmen. Wer verreist, solle dies nicht auf Facebook und anderen Internetseiten kundtun und zu Hause eine Lampe brennen lassen, um Diebe nicht auf sich aufmerksam zu machen, empfiehlt sie den Bürgern. In jüngster Zeit habe es auch eine Reihe von Einbrüchen in Autos gegeben, die von 12- und 13-jährigen Kindern auf Anweisung von erwachsenen Anstiftern begangen wurden.




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