Uneinigkeit über dritte Fahrspur


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Die Meinungen über den Nutzen einer Verbreiterung der Nordautobahn zur Vermeidung von Staus sind geteilt

Nachdem in den vergangenen Wochen sowohl der Bürgermeister von Icod de los Vinos, Juan José Dorta, als auch das Stadtoberhaupt von La Orotava, Francisco Linares, wegen der allmorgendlichen Staus auf der Nordautobahn den Bau einer dritten Fahrspur gefordert hatten, hat sich nun der zuständige Inselrat José Luis Delgado zu Wort gemeldet.

Delgado glaubt nicht daran, dass eine weitere Fahrspur in Richtung Santa Cruz den ständigen Staus des Berufsverkehrs in die Hauptstadt ein Ende setzen könnte. Seiner Einschätzung nach besteht die einzig sinnvolle Möglichkeit, die Staus vor Santa Cruz zu vermeiden, in der Fertigstellung des Schnellstraßenrings. Dann könnte ein Großteil der 20.000 Fahrzeuge, die jeden Tag vom Norden in den Süden fahren, dies in der Gegenrichtung tun, und der Engpass vor den Toren der Hauptstadt wäre entlastet.

Eine dritte Spur auf der Nordautobahn würde nichts ändern, weil sie den „Flaschenhals“ vor La Laguna und dem Ortseingang Santa Cruz nicht verändern könnte. Auf die verbreiterte Autobahn würden mehr Autos passen, sodass der Stau erst in La Matanza und nicht mehr schon in La Orotava beginnen würde, doch es stünden genauso viele Verkehrsteilnehmer im Stau wie vorher, und sie würden auch genauso lange brauchen. „So sehr wir auch den Eingang verbreitern, wenn der Ausgang der gleiche bleibt, brauchen wir auch gleich lange“, betonte Delgado in seinen Ausführungen.

Zu einem kleineren Teil sieht er Stau-Ursachen auch in der ungünstigen Konstruktion einiger Autobahnzu- und -abfahrten, die nicht die Kapazität haben, das gesamte Verkehrsaufkommen aufzunehmen.




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