Undankbares Geschäft


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Trotz vielseitigem Veranstaltungskalender ist das Teatro Leal in La Laguna alles andere als wirtschaftlich

Das im Herbst 2008 nach fast zwei Jahrzehnten Renovierungspause durch das spanische Kronprinzenpaar wiedereröffnete „Teatro Leal“ in La Laguna, ist trotz eines vielfältigen kulturellen Angebotes alles andere als rentabel.

Dieses Geständnis hat die zuständige Stadträtin und Leiterin des Ausschusses für musikalische Veranstaltungen, María José Castañeda, gemacht, die jedoch längst nicht das Handtuch wirft. „Wir sind schließlich nicht hier, um Geld zu verdienen, sondern um die Bürger an die Kultur heranzuführen“, sagt sie. Im Schnitt lägen die täglichen Einnahmen des Theaters bei 350 Euro – in Ausnahmefällen bei 600 Euro. Dabei verursacht jede Veranstaltung in dem historischen Theater mindestens 5.000 bis 7.000 Euro an Fixkosten. Bei den meisten Veranstaltungen sind die 600 Plätze des Theaters nur zur Hälfte belegt. Nichtsdestotrotz hält María José Castañeda an den gültigen Kartenpreisen fest und hält eine Erhöhung der Preise für falsch. Man wolle kurzfristig nichts an der Preispolitik ändern und die Regelmäßigkeit der Veranstaltungen beibehalten. Auch hoffe man, als neuen Anreiz für Besucher bald die kleine Cafetería im ersten Stock des Theaters eröffnen zu können, die bislang nur bei einzelnen Gelegenheiten zur Verfügung stand. Im September stand ein Konzert von „La Negra“ in der Flamenco-Reihe auf dem Programm. Außerdem gab es einen Oper-Kennenlernabend mit Solisten von der Insel, ein Chortreffen, Theatervorstellungen und ein Konzert der portugiesischen Fado-Sängerin Célia Leiria. Im Oktober stehen neben verschiedenen Theaterstücken ein weiteres Fado-Konzert, diesmal von Tania Oleiro, sowie eine Master Class des berühmten Flamenco-Tänzers Antonio Canales und Modern Dance mit Alejandro Vera auf dem Programm.

Alle Infos zum Programm und Kartenvorverkauf auf www.teatroleal.com




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