Umweltpreis für „hängende Gärten“


© Ayto. Tacoronte

Grundschule San Juan Perales

Im Gegensatz zu den Hängenden Gärten der Semiramis, die ja in Wirklichkeit auf Terrassendächern grünten und nur durch einen Übersetzungsfehler zum Hängen kamen, haben die Schüler der Grundschule San Juan Perales in Tacoronte tatsächlich einen hängenden Kräuter- und Gemüsegarten angelegt.

Und wenn sie damit auch kein Weltwunder schaffen konnten, so haben sie sich auf diese Weise doch immerhin den zweiten Preis eines spanienweiten Schulwettbewerbs unter dem Motto „Schützen wir die Umwelt“ verdient.

Die originelle Idee sollte nach den Worten der Schulleiterin ermöglichen, auch unter räumlich eingeschränkten Bedingungen Lebensmittel anzubauen. Sie besteht darin, PET-Flaschen, statt sie in den Abfall zu werfen, aufzuschneiden, mit Erde zu füllen und untereinander an Wände und Balkons gehängt zu bepflanzen. Darüber hinaus kompostierten die Schüler selbst und gossen die Pflanzen mit wiederverwendetem Wasser. Den jungen Gärtnern gelang es, in ihren Flaschengärten Salat, Sellerie, Tomaten und sogar Erdbeeren zu ziehen, dazu eine Vielzahl von Kräutern wie Thymian, Salbei, Zitronenmelisse, Dill und Oregano. Die gesamte Schule war an dem Projekt beteiligt, sowohl beim Aufbauen, Bepflanzen und Ernten als auch bei der Nutzung der Ernteerträge, die ausnahmslos in der Schulkantine auf den Tisch kamen.

Der Anbau von Nahrungsmitteln in recycelten Plastikflaschen hat ein Umweltschutzpotenzial durch Müllvermeidung, effizienten Umgang mit Ressourcen und Einsparung an Umweltgiften. Das hat der San Juan Perales-Schule unter 600 Wettbewerbsteilnehmern den zweiten Platz eingebracht und wird sicherlich auch von einigen Schülern und Eltern als Anregung für zu Hause aufgenommen werden.




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