Umweltpolizei bekommt Zugang zu Haustierregister


© M. Pérez

Zusammenarbeit mit Tierärztekammer ermöglicht rasche Handlungsfähigkeit bei Straftaten und Unfällen

Die Tierärztekammer der Provinz Teneriffa hat ein Abkommen mit der Guardia Civil getroffen, das der Umweltpolizei Seprona Zugang zu der Datenbank Zoocan ermöglicht, in der sämtliche auf den Inseln gemeldeten Haustiere erfasst sind.

Ziel dieser Zusammenarbeit ist eine schnellere Identifizierung der Besitzer bzw. Tiere durch die Beamten, wenn Tiere gefunden oder gesucht werden oder in Unfälle verwickelt sind.

Wie der Vorsitzende der Tierärztekammer mitteilte, wird die Zahl der ausgesetzten Tiere auf der Insel auf jährlich 3.000 geschätzt. Jorge de Miguel begründete diese Rechnung damit, dass allein das Tierheim Valle Colino, das für die Gemeinden Santa Cruz und La Laguna zuständig ist, pro Jahr rund tausend Findlinge aufnimmt. Wenn man also die Fälle im Norden und Süden der Insel hinzuzählt, könne sich diese Zahl verdreifachen, meint er. Um der Umweltpolizei im Falle ausgesetzter Tiere eine rasche Handlungsfähigkeit zu ermöglichen, sei das Zugreifen auf die Daten von Zoocan ein wichtiges Instrument. Hier können anhand der Identifizierungsnummer des Mikrochips des Tieres schnell die Besitzer gefunden bzw. benachrichtigt werden. Auch in Fällen von Misshandlungen und ausgesetzten Tieren sei der Zugriff von Seprona auf die Datenbank wichtig.

In der Datenbank von Zoocan sind derzeit etwa 456.000 Tiere erfasst, 436.000 davon sind  Hunde. Bezüglich der Meldepflicht der Tierhalter bedauerte der Präsident der Tierärztekammer, dass es weiterhin Haustierbesitzer gibt, die ihren Vierbeinern nicht chipen lassen, obwohl das Bewusstsein dafür wachse. Es sei Sache der jeweiligen Gemeinde, das Tierregister zu aktualisieren, aber auch hier sei nicht jedes Verhalten beispielhaft und nur etwa 20% der Register seien auf dem neuesten Stand.




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