Ultimatum für Vierbeiner


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Stadt stellt Tierheim in Puerto de la Cruz Räumungsbefehl zu

Zwar trifft der Räumungsbefehl den Tierschutzverein „Refugio Internacional para Animales de Puerto de la Cruz“ nicht unvorbereitet, denn es war schon lange angekündigt, dass das Gelände des Tierheims dem Ausbau der Verbindungsstraße von Puerto nach Los Realejos über Punta Brava zum Opfer fallen würde.

Doch trotzdem blicken die Hunde des Tierasyls in eine ungewisse Zukunft, denn noch ist kein neues Zuhause für sie alle gefunden.

Die Stadt Puerto de la Cruz, die sich herzlich wenig um die Unterstützung der Tierschützer bei der Suche nach einem neuen Grundstück bemüht hat, stellte den offiziellen Räumungsbefehl zu.

Ihre monatelangen Anstrengungen, im Norden Teneriffas nach einem geeigneten Grundstück für ihr Tierschutzprojekt zu suchen, waren lange Zeit wenig erfolgreich. Die angebotenen Parzellen waren entweder zu teuer, liegen zu nah an Wohngegenden, zu abgelegen oder sind laut gültigem Gesetz nicht für Tierhaltung bestimmt. Nun scheint ein geeignetes Grundstück bei San Juan de la Rambla gefunden, doch die finanzielle Frage ist noch nicht geklärt. Loro Parque-Direktor Wolfgang Kiessling hat zugesagt, einen Großteil der Kosten zu übernehmen. Doch auch er hat sich ein Limit gesetzt.

Vorerst hoffen die Mitglieder des Tierschutzverbands, dass der von ihrem Anwalt eingelegte Einspruch gegen den Räumungsbefehl erfolgreich ist. Für Anfang November ist eine außerordentliche Versammlung anberaumt, um dieses Thema mit allen Mitgliedern zu besprechen.

Der Tierschutzverband „Refugio Internacional para Animales de Puerto de la Cruz“ engagiert sich seit 30 Jahren für die Straßenhunde in Puerto de la Cruz. Mehr Infos zu dem Tierheim finden Sie unter www.animalsrefuge.com




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