Trinkverbot für Leitungswasser


© Moisés Pérez

Vier Stadtviertel von Puerto de la Cruz seit zwei Wochen ohne Trinkwasser

Eine Woche, nachdem ein Zwischenfall am Wasserversorgungskanal von Aguamansa bis La Laguna zu einem mehrtägigen Konsumverbot für Leitungswasser in mehreren Gemeinden gezwungen hatte, kam es an einem Wasserreservoir bei Puerto de la Cruz zum nächsten Unfall. Eine Abdeckung zerbrach und fiel angeblich ins Innere des Wasserbeckens von La Vera.

Das zunächst für ganz Puerto de la Cruz ausgesprochene Trinkverbot für Leitungswasser konnte nach wenigen Tagen aufgrund der Analyseergebnisse zum Teil aufgehoben werden. Wasseranalysen hatten laut dem Wasserversorgungsunternehmen Aqualia eine optimale Trinkwasserqualität ergeben. Die mehr als 2.500 Bewohner der vier Stadtviertel, die an dem Wasserreservoir La Vera angeschlossen sind, müssen jedoch weiterhin auf den Konsum von Leitungswasser verzichten. Obwohl auch hier die Analyseergebnisse zufriedenstellend waren, wurde das Trinkverbot bis Redaktionsschluss nicht aufgehoben. In einer Mitteilung aus dem Rathaus hieß es, dass die durchgeführten Analysen zwar eine einwandfreie Wasserqualität ergeben haben, das kanarische Gesundheitsamt jedoch vorbeugend das Konsumverbot in den genannten Ortsteilen weiter aufrechterhält.

Zwei Wochen dauert das Konsumverbot für Wasser aus dem Hahn in Las Dehesas, San Antonio, Taoro und Las Arenas nun schon an. Die Bürger haben sich während dieser Zeit selbst versorgt und zig Liter Flaschenwasser gekauft. Nachdem der Zustand über eine Woche hinausging und die Anwohner der betroffenen Gebiete wegen der ihnen entstehenden Kosten protestierten, veranlasste Aqualia die Versorgung der betroffenen Ortsteile. Behälter mit Trinkwasser wurden an zentralen Punkten in Las Dehesas, San Antonio, Taoro und Las Arenas aufgestellt, und die Anwohner können daraus kostenlos ihre Wasserflaschen füllen.

Aqualia und die Stadtverwaltung sind bemüht, die notwendigen Reparaturarbeiten so schnell wie möglich durchzuführen.

Nachbarschaftsverbände der betroffenen Orte haben unterdessen eine sofortige Lösung des Problems, und einen Nachlass auf ihre nächste Wasserrechnung gefordert. Außerdem werfen sie der Stadt Geheimniskrämerei um den Unfall vor und fordern mehr Transparenz. Tatsächlich gab es bislang weder vonseiten der Stadt noch von Aqualia eine klare Darstellung der Tatsachen. Die Rede ist immer wieder von einer zerbrochenen Abdeckung. Die Zeitung El Día stellte diese Behauptung in Frage und dokumentiert den Schaden an dem Wasserreservoir in La Vera mit einem Bild, das einen provisorisch abgedeckten und abgesperrten Bereich von etwa 30 Quadratmetern zeigt. Anscheinend gestaltet sich deshalb die Reparatur komplizierter und zeitaufwendiger.

Die Stadträtin für Gesundheit, Antonia María Domínguez, versicherte, dass an der Verlegung einer Rohrverbindung von La Montaña aus gearbeitet wird, um die betroffenen Stadtviertel von dort aus zu versorgen, bis die Reparaturen in La Vera beendet sind.




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