Traumatologe getötet


Ein 22-Jähriger wurde festgenommen

Der angesehene Traumatologe José María Banús Romero wurde unter mysteriösen Umständen in der Nacht zum 14. Oktober getötet.

Am frühen Morgen fiel einer Anwohnerin von Güímars Ortsteil Fátima ein auf einem Feldweg abgestellter Citroën C4 auf, in dem sie einen mit einer angebrannten Decke abgedeckten Leichnam ausmachte. Die umgehend informierten Beamten der Guardia Civil und der Kriminalpolizei eilten herbei und leiteten die Ermittlungen ein.

Weil der Tote gefesselt gewesen war und eine auf einen Schlag zuruckzuführende Verletzung im Gesicht aufwies, gingen die Ermittler von einem Verbrechen aus. Im Inneren des Fahrzeugs machte die Spurensicherung einen Brandbeschleuniger aus, mit dem ein Feuer zur Vernichtung der Beweismittel gelegt worden war. Doch gerade die Decke soll einen größeren Brand vereitelt und den Leichnam geschützt haben.

Die Ermittler identifizierten den Toten als den 67 Jahre alten Traumatologen Dr. José María Banús Romero, der jahrelang am Hospital Universitario Nuestra Señora de la Candelaria (HUNSC), am Ärztezentrum von El Mojón und an diversen privaten Zentren und Kliniken praktiziert hatte. Bei der Autopsie wurde festgestellt, dass Banús erstickt worden war.

Sofort konzentrierten sich die Ermittler auf das nahe Umfeld des renommierten Mediziners. Mehrere Zeugen meldeten sich und gaben übereinstimmend an, am Abend des 13. Oktobers Banús zusammen mit einem 22-Jährigen in diversen Bars in Los Realejos gesehen zu haben.

Bereits am 17. Oktober nahmen sie den jungen Mann fest, der kurz darauf in Untersuchungshaft genommen wurde.

José María Banús Romero wurde am 18. Oktober in Santa Cruz beigesetzt. Er hinterlässt einen Sohn.




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