Transfer vom Flughafen in Touristenballungsgebiet


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Neue TITSA -Buslinie vom Südflughafen nach Arona und Adeje

Teneriffas öffentliches Bus­unternehmen TITSA (Transportes Interurbanos de Tenerife S.A.) hat eine neue Linie eingerichtet, die für eine bessere Verkehrsanbindung des Flughafens Reina Sofía an das Touristenballungsgebiet im Süden sorgt.

Seit dem 12. April fahren Busse der Linie 488 – gut zu erkennen durch die seitliche Aufschrift Aerobus – im 45-Minuten-Takt vom Flughafen über die Touristengebiete Los Cristianos, Las Américas und Costa Adeje bis La Caleta. Auf der Strecke wurden zahlreiche Haltestellen festgelegt, die sich alle in der Nähe der großen Hotel- und Apartmentresorts befinden. Auf dem Plan der neuen Sonderlinie stehen die Hotelnamen neben der jeweiligen Haltestelle, so dass sich die Urlauber problemlos zurechtfinden können und wissen, wo sie aussteigen müssen.

Der Pauschalpreis für den Flughafentransfer von TITSA beträgt fünf Euro. Tickets können an einem Automaten bei der Haltestelle am Flughafen gelöst werden.

Der Hotelierverband der Provinz Teneriffa ASHOTEL hat die neue Verkehrsanbindung begrüßt und als Verbesserung der touristischen Dienstleistungen gewertet. „Urlauber, die in ihren Heimatländern ein gut funktionierendes öffent-  liches Nahverkehrsnetz gewohnt seien, wüssten dieses neue Angebot des öffentlichen Transports zu schätzen“, teilte ASHOTEL in einer Stellung­nahme mit. Außerdem habe sich ein solcher Transferservice schon in anderen Urlaubsgebieten wie im Süden Gran Canarias bewährt. Gleichzeitig ergriff der Verband die Gelegenheit und forderte von TITSA die Erweiterung dieses Services auf den Nordflughafen und auf den Transfer in das Urlaubsgebiet Puerto de la Cruz.

Proteste

Während die Hoteliers von der Initiative durchweg begeis­tert sind, hat die regionale Taxiföderation bereits heftig gegen die ihrer Meinung nach geschäftsschädigende Konkurrenz protestiert. Im Cabildo trafen sich Vertreter der Taxivereinigung mit Verantwortlichen des Transportressorts der Inselverwaltung und des Bus­unternehmens und brachten ihre Beschwerde vor.

Die Taxifahrer gaben zu bedenken, dass durch die neue Konkurrenz das Einkommen von mindestens 400 Familien gefährdet sei. Verbal wurde gar mit einem Streik gedroht. Ángel Luis González, Vorsitzender der regionalen Taxiföderation, meinte, dass die Linie 488 dem Geschäft der Taxifahrer Aronas und Adejes stärker schaden wird, als die Straßenbahnverbindung zwischen La Laguna und Santa Cruz den Kollegen in der Hauptstadt. Daraufhin einigten sich alle Beteiligten auf einen Probezeitraum während des Monats April, in dem die Zahl der Haltestellen des „Aerobus“ vorläufig herabgesetzt wird. In etwa vier Wochen soll ein Bericht über die möglichen Auswirkungen auf den Taxisektor erstellt und ein neues Treffen anberaumt werden. TITSA zeigte sich durchaus kompromissbereit.




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