Tourismusforum der Experten


© Cabildo

„XI Foro Internacional de Turismo de Adeje“ im Gran Hotel Bahía del Duque

Zahlreiche Experten aus dem Tourismussektor haben sich am 9. Mai in Costa Adeje zum XI. Internationalen Tourismusforum von Adeje getroffen, das in diesem Jahr unter dem Motto „Die Gegenwart analysieren, die Zukunft formen“ stand.

Die Beteiligten waren sich darüber einig, dass das Reiseziel Teneriffa teilweise etwas veraltet wirkt und dringende Erneuerungsmaßnahmen benötigt, um auf dem nationalen und internationalen Markt auch in Zukunf wettbewerbsfähig zu sein. Dazu arbeite die Regierung Hand-in-Hand mit den Unternehmern. „840 Millionen Euro werden benötigt – 25% der Hotelbetten müssen erneuert werden, nämlich diejenigen, die bereits älter als 25 Jahre sind“ sagte José Manuel Bermúdez, Vizepräsident der Inselregierung und Ressortleiter für Tourismus bei der Eröffnung im Gran Hotel Bahía del Duque. „Der Tourismus ist unsere wichtigste Indus­trie und um diese zu erhalten müssen alle Sektoren zusammenarbeiten“. Bezüglich der geplanten Verlängerung des Tourismus-Moratoriums der Regierung sagte er, man müsse sicherstellen, dass keine neue Bettenkapazität geschaffen, sondern die Erneuerung der bestehenden Anlagen gefördert wird.

Travel 2.0

Die wachsende Bedeutung des Internets für die Reisebranche und die dabei entstehenden Möglichkeiten – aber auch die Bedrohungen – wurden bei einer Diskussionsrunde erörtert, an der u. a. der Leiter der Tourismusabteilung von Google Spanien/Portugal teilnahm. Hoteliers sollten die Chance nutzen, die das Internet bietet, denn aktuellen Statis­tiken zufolge nutzen bereits 93% der Touristen das Netz um sich über Urlaubsort und Hotel zu informieren. Auch der wachsende Trend, Reiseberichte mit Hotelkritiken im Internet zu schreiben wurde erörtert. Hier müsse die Branche offensiv reagieren und vor allem auch zufriedene Kunden dazu bewegen, ihr Lob abzugeben und auf der eigenen Website zu veröffentlichen.

Die Gefahr sei sehr groß, dass negative Berichte im Internet einen drastischen Buchungsrückgang zur Folge haben könnten. Denn persönlichen Berichten werde mehr Wert beigemessen als den Katalogtexten der Reiseveranstalter und es sei fast unmöglich einen negativen Bericht, der einmal ins Internet gelangt sei, wieder zu löschen. Besonders ärgerlich sei dies, wenn z.B. über Baustellenlärm im Hotel berichtet wird, dieser aber schon längst nicht mehr existiert.




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