Tierheimumzug nach San Juan de la Rambla scheint doch möglich


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Stadt will Hundeasyl genehmigen sobald Umweltgutachten vom Cabildo vorliegt

Nach langer Zeit scheint der Umzug des internationalen Tierasyls „Refugio Internacional de Animales“ von Puerto de la Cruz nach San Juan de la Rambla nun tatsächlich näher zu rücken.

Der Tierheimdirektion wurde von der Stadt ein Räumungsbefehl zugstellt, weil die Anlage des Tierheims in Punta Brava im Rahmen der Bauarbeiten für die neue Verbindungsstraße von Puerto de la Cruz nach Los Realejos abgerissen werden soll. Die Hunde sollten verschwinden, doch die Suche nach einem neuen Standort für das Tierheim gestaltete sich schwierig. Kein Bürgermeister wollte das Tierheim, das sich um ausgesetzte Hunde von Puerto de la Cruz und anderer Gemeinden des Nordens kümmert, in seiner Stadt haben. Selbst nachdem die Leitung des Tierheims ein geeignetes Grundstück für den Neubau fand, tauchten wieder Schwierigkeiten auf. Dieses ideale Grundstück liegt bei Mazapé in San Juan de la Rambla, einem abgelegenen Gebiet, das fast ausschließlich landwirtschaftlich genutzt wird, so dass nicht nur die Hunde durch die Unterbringung in einer natürlichen Umgebung mehr Ruhe als direkt an der vielbefahrenen Punta Brava-Straße finden würden, sondern auch Belästigungen von Anwohnern vermieden werden.

Die Pläne der Tierheimleitung erlitten erneut einen herben Rückschlag, als San Juan de la Ramblas Bürgermeister, Manuel Reyes, plötzlich neue Einwände vorbrachte, und wieder hing die Zukunft des seit über 30 Jahren aktiv tätigen Tierschutzverbandes und seiner Schützlinge in der Luft.

Vor wenigen Tagen kam dann die erlösende Nachricht. Verbandspräsidentin Inger Ja-cobsen besuchte unsere Redaktion und berichtete erfreut, dass Bürgermeister Manuel Reyes nun doch ein Einsehen hatte und den Bau des Tierheims auf dem Grundstück in Mazapé bewilligen wolle, sobald das Umweltgutachten des Cabildos vorliege. Der Tierschutzverband hofft nun, dass dies nicht allzu lange dauert, so dass mit dem Bau der Anlage so bald wie möglich begonnen werden kann.

Das Paradies für Hunde in San Juan de la Rambla ist 30.000 qm groß und soll 216.000 Euro kosten. Die Finanzierung übernimmt die Stiftung „Saga Roos“, die den Namen eines der ersten Mitglieder des Tierschutzverbandes trägt. Auf dem Grundstück steht bereits ein kleines Haus und die Pläne des Tierschutzverbandes sehen ebenfalls keine großen Bauten, sondern einstöckige Gebäude mit Natursteinmauern für die Unterbringung der Hunde, Lager- und Verwaltungsräume vor.

Tierheim für Arafo, Candelaria und Güímar

Ein Grundstück in der Nähe des Industriegebiets von Güímar scheint der ideale Ort für das neue Tierheim zu sein, das vom Cabildo gebaut werden wird.  Dies wurde von den Bürgermeistern von Arafo, Candelaria und Güímar sowie dem Cabildobeauftragten für Landwirtschaft bei einem Treffen festgestellt. Zuständig wird das neue Tierheim für alle herrenlosen Tiere der drei Gemeinden sein, die auch die Kosten für den Unterhalt übernehmen werden. Seit fast zehn Jahren wird an diesem dringend notwendigen Bauprojekt gefeilt. Wann die Bauarbeiten tatsächlich beginnen werden, steht immer noch in den Sternen.




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