Tierheim für den Nordosten gefordert


© Ayto Icod

Die Gemeinde Icod de los Vinos setzt sich dafür ein

Jedes Jahr kommt mit dem Sommer auch die Jahreszeit, in der das Thema Tierschutz besonders aktuell wird. In den Ferienmonaten steigt die Zahl der ausgesetzten Haustiere auf ein Maximum, und die Tierheime werden geradezu überschwemmt mit Neuankömmlingen.

Und da nicht alle armen ausgesetzten Geschöpfe das Glück haben, in einem Tierheim zu landen, haben auch die Mitarbeiter des Straßensäuberungsdienstes in den Sommermonaten mehr zu tun und müssen mehr Tierkadaver von den Straßen räumen.

In der Gemeinde Icod de los Vinos hat der für Gesundheitswesen zuständige Mann kürzlich in einer Ratssitzung das Thema zur Sprache gebracht. Jesús Manuel R. Rodríguez setzt sich für die seiner Meinung nach längst überfällige Schaffung eines Tierheims in diesem Inselgebiet ein. Die notwendigen Argumente wurden dem Stadtratsmitglied in einem Treffen mit den Tierschutzverbänden Aprante und Apanot geliefert. Bei diesem Treffen war auch der Inselumweltbeauftragte Wladimiro Rodríguez dabei. Ziel eines gemeinsamen Projektes soll die Errichtung eines Tierheims für die Gemeinden Icod, Garachico, Buenavista, El Tanque und Los Silos sein, das vom Cabildo finanziert und von den Tierschutzverbänden verwaltet wird. Das notwendige Grundstück will die Gemeinde Icod zur Verfügung stellen.

Dem „Totprügeln“ ein Ende setzen

Die Vorsitzende des Tierschutzverbands Aprante, María Candelaria Delgado, hat bei der Gemeinde einen Antrag eingereicht, in dem sie die Zusammenarbeit mit der Tierärztekammer fordert, damit in Zukunft die Mitarbeiter des Straßensäuberungsdienstes schwer verletzte oder sterbende Tiere in Tierarztpraxen bringen können, um sie dort von ihrem Leid zu erlösen. Wie es in dem von Aprante unterzeichneten Schreiben heißt, „werden die Tiere oft mit den Schaufeln totgeschlagen und dann gleich an Ort und Stelle vergraben“.

Das Reinigungspersonal selbst habe dem Verband gegenüber gestanden, dass es nicht über die notwendigen Mittel verfügt, um auf „zivilisierte“ Art diese Arbeit zu erledigen. Daher fordert der Tierschutzverband dringend ein Abkommen mit den Veterinären, damit diese die armen Kreaturen durch Einschläfern erlösen.




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