Tiefseeroboter findet Sauerstoffflasche und Bettbezug

Seit dem 29. Mai befindet sich das spanische Forschungsschiff „Ángeles Alvariño“ auf Teneriffa. Foto: efe

Seit dem 29. Mai befindet sich das spanische Forschungsschiff „Ángeles Alvariño“ auf Teneriffa. Foto: efe

Aus Ermittlerkreisen wurde bestätigt, dass beide Gegenstände dem Vater der zwei verschwundenen Kinder, Tomás Gimeno, gehörten

Teneriffa – Das Forschungsschiff „Ángeles Alvariño“ des spanischen ozeanografischen Instituts (IEO) befindet sich seit dem 29. Mai auf Teneriffa, wo es an der Suche nach den vermissten Schwestern Anna (1) und Olivia (6) beteiligt ist.
Die Kriminalpolizei verfolgt in dem Entführungsfall weiterhin verschiedene Thesen, darunter auch die, dass Tomás Gimeno sich mit seinen Töchtern auf der Insel versteckt hält. Dennoch wird auch an verschiedenen Stellen der Küste nach Hinweisen gesucht.
Die „Ángeles Alvariño“ tastet seit Ende Mai mit ihrem Fächerecholot den Meeresboden ab. Wo verdächtige Gegenstände entdeckt wurden, ist der an Bord befindliche Unterwasser-Roboter „Liropus 2000“ eingesetzt worden, der bis in eine Tiefe von 2.000 Metern abtauchen kann. Am 7. Juni fand der Tiefsee-Roboter im Gebiet vor Santa Cruz eine Sauerstoffflasche sowie einen Bettbezug. Die Gegenstände, die von dem Roboter an die Wasseroberfläche befördert wurden, waren in gutem Zustand, was vermuten ließ, dass sie noch nicht lange auf dem Meeresgrund lagen. Am 8. Juni wurde der Nachrichtenagentur EFE aus Ermittlerkreisen bestätigt, dass beide Fundstücke Tomás Gimeno gehörten.
Die Ángeles Alvariño hatte in einem Gebiet von etwa 34 Quadratkilometern gesucht, das von der Kriminalpolizei infolge der Ortung des Handys von Tomás Gimeno abgesteckt worden war.
Anna und Olivia, deren Eltern getrennt lebten, wurden am 27. April 2021 von ihrem Vater, Tomás Gimeno (37) nicht zur vereinbarten Zeit zu ihrer Mutter, Beatriz Zimmermann, zurückgebracht. Seither läuft die Suche nach den drei Vermissten. Tomás Gimeno wurde zuletzt im Sportboothafen von Santa Cruz gesehen, wie er – allein –mit mehreren großen Taschen in ein Boot stieg, das ihm gehörte. Das Boot wurde später im Gebiet vor Güímar leer aufgefunden.
Die Generaldirektorin de Guardia Civil, María Gámez, bestätigt am 8. Juni, dass das Forschungsschiff „Ángeles Alvariño“ die Suche an der Küste von Teneriffa mindestens noch bis 14. Juni fortsetzen werde.

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