Thunfischtrawler von Teneriffa saß in Funchal fest


Der Reeder musste 1.700 Euro Strafe zahlen, weil das Schiff zwei Meilen innerhalb der AWZ erwischt wurde

Der von Teneriffa stammende Thunfischtrawler „Nuevo Juan Santana“ saß mehrere Tage im Hafen von Funchal (Madeira) fest, weil seinem Kapitän vorgeworfen wurde, in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) gewildert zu haben.

Madeira – Die AWZ bezeichnet nach dem Seerechtsabkommen der Vereinten Nationen das Seegebiet, in dem ein Staat – in diesem Fall Portugal – souveräne Rechte und Hoheitsbefugnisse wahrnimmt. 1.700 Euro Strafe sollte der kanarische Reeder an die portugiesische Polizei zahlen, weil er die unsichtbare Grenzlinie durchbrochen hatte. Mehrere Tage saß die Mannschaft des „Nuevo Juan Santana“ im Hafen von Funchal fest, weil die Überweisung aus Teneriffa nicht eintraf.

Am 20. April traf der Betrag endlich ein und der Kapitän nahm Kurs auf den Heimathafen Santa Cruz de Tenerife. Francisco Negrín, der für ein auf La Gomera niedergelassenes Unternehmen arbeitet, versicherte, dass der Aufenthalt in der AWZ auf einen Schiffsschaden zurückzuführen war, der das Schiff in dieses Gebiet getrieben hatte. Aus diesem Grund sei die „Nuevo Juan Santana“ am 18. April zwischen fünf und sieben Uhr morgens in portugiesisches Hoheitsgebiet eingedrungen. Schuld war ein defekter Dieseltank, der den Motor des Schiffes beschädigt hatte und einen Ausfall verursachte. So kam der Thunfischtrawler in „die verbotene Zone“.




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