TF-5 nach Felssturz ab Los Realejos gesperrt

Die Höhe, in der die Arbeiten durchgeführt werden müssen, und die Beschaffenheit des Untergrunds erschweren die Hangsicherung, erklärte Pedro Martín (r.), der gemeinsam mit dem Leiter des Inselverkehrsamts (l.) und Los Realejos’ Bürgermeister, Manuel Domínguez (2.v.l.), das Ausmaß des Schadens begutachtete. Fotos: Cabildo TF

Die Höhe, in der die Arbeiten durchgeführt werden müssen, und die Beschaffenheit des Untergrunds erschweren die Hangsicherung, erklärte Pedro Martín (r.), der gemeinsam mit dem Leiter des Inselverkehrsamts (l.) und Los Realejos’ Bürgermeister, Manuel Domínguez (2.v.l.), das Ausmaß des Schadens begutachtete. Fotos: Cabildo TF

Innerhalb von zwei Tagen lösten sich mehrere Gesteinsbrocken und stürzten auf die Fahrbahnen

Teneriffa – Nachdem bereits am Tag davor mehrere Steine auf die Fahrbahn gestürzt waren, ereignete sich am 7. Mai ein Felssturz auf der TF-5 im Gemeindegebiet von Los Realejos, der folgenschwer hätte sein können.
Am späten Vormittag fuhr ein Wagen aus Richtung Icod de los Vinos kommend kurz nach der bekannten Tankstelle „El Mirador“ in Richtung des nächsten Tunnels, als sich mehrere Steinbrocken und Geröll aus dem darüber gelegenen Abhang lösten und auf die Fahrbahn stürzten. Fahrer und Beifahrer des Wagens hatten großes Glück und blieben unverletzt.
Nachdem Polizei und Rettungskräfte eintrafen und die beiden Insassen des betroffenen Fahrzeugs in Sicherheit gebracht waren, wurde die Straße aufgrund der Schäden und drohender weiterer Steinschläge in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

Der Verkehr wird vorerst und bis die Hangsicherungsarbeiten abgeschlossen sind, auf der Landstraße über Icod el Alto und La Guancha (TF-342) umgeleitet. In La Guancha hat sich der Bürgermeister über die Unannehmlichkeiten beschwert, die den Bürgern und der Gemeinde durch das zugenommene Verkehrsaufkommen entstehen. Der Verkehr durch das Städtchen habe sich durch die Umleitung auf einen Schlag verzehnfacht, erklärte Antonio Hernández, und berichtet weiter, dass die Stadt in Zusammenarbeit mit der Ortspolizei Änderungen im Verkehr beschließen musste, um Unfällen und Staus vorzubeugen. In diesem Zuge seien auch Parkplätze weggefallen, so Hernández. Die Verkehrsteilnehmer, die über diese nun einzige Zufahrt in den Nordosten der Insel unterwegs seien, würden oftmals die innerorts gültige Geschwindigkeitsbegrenzung überschreiten, was das Unfallrisiko erhöhe.
Der Bürgermeister beklagt, dass La Guancha die Fehlplanung bzw. den Verzug der kanarischen Regierung und des Cabildos ausbaden müsse. „Der Schnellstraßenring der Insel muss unbedingt geschlossen werden“, fordert er. Die Folgen der Straßensperrung seien unzumutbar. Pendler, die in Santa Cruz arbeiten, müssten nun um 5.30 Uhr aus dem Haus gehen, damit sie um 8.00 Uhr an ihrem Arbeitsplatz sind.

Hangsicherung mithilfe von Hubschraubern

Nach einer Begutachtung der Schäden vor Ort stellte Teneriffas Cabildo-Präsident Pedro Martín fest, dass sich die notwendigen Arbeiten für die Hangsicherung äußerst komplex gestalten werden. Deshalb werde das Militär um Mithilfe gebeten, um mit Hubschraubern das tonnenschwere Material für die Hangsicherung an die notwendigen Stellen zu bringen.
Um das Verkehrsaufkommen auf der Umleitungsstrecke zu den Stoßzeiten zu verringern, gilt ein Fahrverbot für den Schwertransport zwischen 7.00 und 10.00 Uhr, und auch Radfahrer dürfen auf der Umleitung während der Dauer der Bauarbeiten nicht unterwegs sein.

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