Testament für eine bessere Welt


Informationskampagne über Erbschaften und solidarische Vermächtnisse zugunsten der SOS Kinderdörfer

In Spanien sind allein im letzten Jahr 84.965 Personen verstorben, ohne ein Testament zu hinterlassen. Das Vermögen derer, die keine nahen Verwandten haben, landet in der spanischen Staatskasse, die seit dem Jahr 2000 mehr als 33 Millionen Euro auf diese Weise eingenommen hat. Im vergangenen Jahr kassierte der Staat rund 2,3 Millionen Euro aus Erbschaften, die keine legitimen Erben hatten.

SOS Kinderdorf Spanien, hier Aldeas Infantiles genannt, führt zusammen mit einigen anderen Wohltätigkeits-Organisationen eine Werbekampagne durch um Menschen die keine Erben haben über die Möglichkeit zu informieren, ihr Vermögen beispielsweise den Kinderdörfern zu hinterlassen. „Wollen Sie etwas unterstützen, das die Welt verbessert“? Heißt es dort unter anderem. Und die Antwort lautet: „Wenn Sie eine Wohltätigkeitsorganisation in Ihrem Testament bedenken tragen Sie dazu bei, die Welt zu verbessern. Die Unterschrift die Sie heute leisten, ist das schöns­te Geschenk, das Sie der Welt, dem Leben und den folgenden Generationen machen können!“

Wenn Sie mehr über Spenden und Vermächtnisse erfahren wollen, erreichen Sie die deutschsprachigen Kontaktpersonen unter Telefon 91 3 88 45 49 (Frau Heilmeyer oder Frau López) oder auf Spanisch unter Telefon 902 010 609.

Im Internet finden Sie mehr Infos unter www.legadosolidario.org

SOS Kinderdorf ist eine private, unabhängige und gemein­nützige Organisation, die Kindern in Not hilft. Sie ist überkonfessioneller Natur und politisch vollkommen unabhängig. Es ist ihr Ziel, den ihr anvertrauten Kindern ein familiäres Umfeld, ein stabiles Zuhause und eine solide Bildung zu ermöglichen, um ihnen eine sichere Zukunft zu bieten. Die Organisation übernimmt ein allgemein gültiges Familienmodell basierend auf den kulturellen und sozialen Merkmalen des jeweiligen Landes.

Weltweit existieren 457 SOS Kinderdörfer und 1.268 SOS Zusatzeinrichtungen wie Jugendwohngemeinschaften, Schulen, Krankenhäuser etc. In 132 Länder vertreten, werden rund 450.000 Kinder und Jugendliche von SOS Kinderdorf International betreut. Es handelt sich dabei um den Verband aller nationalen Vereine der SOS Kinderdörfer.

In Spanien ist SOS Kinderdorf seit 1967 aktiv. 1981 wurde der Verein aller Kinderdörfer in Spanien gegründet, der die Arbeit auf nationaler Ebene koordiniert. Zwei Jahre später wurde er vom Ministerrat als gemeinnützig erklärt. Ehrenvorsitzender ist Kronprinz Felipe.

In Spanien existieren zur Zeit acht Kinderdörfer. Sie befinden sich in Barcelona, Pontevedra, Madrid, Granada, Cuenca, Santa Cruz de Tenerife, Zaragoza und Las Palmas de Gran Canaria. Weitere elf Kinderdörfer in Südamerika werden vom spanischen SOS Kinderdorfverein unterhalten.

SOS Kinderdorf auf Teneriffa

Das SOS-Kinderdorf Teneriffa liegt zehn Kilometer von Santa Cruz entfernt fast sechshundert Meter über dem Meeresspiegel in El Tablero. Auf den ersten Blick scheint es ein Wohnort wie viele andere zu sein, mit neun ähnlich gestalteten Häusern, die durch kleine Gärten kreisförmig miteinander verbunden sind und über einen Kinderspielplatz und einen Sportplatz verfügen. Dem ist aber nicht so. Hier leben etwa 54 Kinder, der Direktor, zehn „SOS-Mütter“, fünf „SOS-Tanten“ und ein Hausmeister zusammen. Menschen, die Kindern aus zerrütteten Familien oder Kindern, die beide Elternteile verloren haben, das zu geben versuchen, was für ihre Entwicklung am wichtigsten ist: In familiären Verhältnissen zu leben, feste Bezugspersonen zu haben und Liebe ebenso wie, wenn nötig, Strenge zu spüren.

1992 begannen die Bauarbeiten an dem SOS-Kinderdorf auf Teneriffa und bereits ein Jahr später  kurz vor Weihnachten konnten die ersten vier Familien einziehen. 1995 war das Dorf definitiv fertig und besteht heute aus einem Haus für den Direktor und seine Familie, einem für den Hausmeister, einem Gemeinschaftsgebäude mit dem Büro, den Zimmern für die Helfer und der Bibliothek und den Häusern der SOS-Familien.




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