Termin für den Rückbau der Raffinerie

Die Erdölraffinerie von Santa Cruz stand im Jahr 1930 als erste Anlage dieser Art in Spanien am Anfang der Unternehmensgeschichte von Cepsa. Foto: Moisés Pérez

Die Erdölraffinerie von Santa Cruz stand im Jahr 1930 als erste Anlage dieser Art in Spanien am Anfang der Unternehmensgeschichte von Cepsa. Foto: Moisés Pérez

Die Demontage und Räumung des riesigen Geländes soll nächstes Jahr beginnen

Teneriffa – José Manuel Bermúdez, Bürgermeister von Santa Cruz, hat seine Freude darüber zum Ausdruck gebracht, dass die kanarische Regierung nun einen Termin für den Beginn des Abbaus der Erdölraffinerie ins Visier genommen hat. Der Leiter des regionalen Umweltamtes, José Antonio Valbuena, kündigte in einer Plenarsitzung am 11. Mai an, dass Cepsa (Compañía Española de Petróleos) im Jahr 2022 mit der Räumung des Geländes der Raffinerie beginnen werde. Man erwarte, so Valbuena, dass Cepsa demnächst mitteilen werde, in welchem Monat mit dem Beginn der Arbeiten gerechnet werden kann.
Am 26. Juni 2018 unterzeichneten Cepsa-CEO Pedro Miró und Santa Cruz‘ Bürgermeister José Manuel Bermúdez das geradezu historische Abkommen, mit dem sich das spanische Erd­ölunternehmen verpflichtete, an dem Projekt „Santa Cruz Verde 2030“ für eine neue, umweltfreundlichere Stadt mitzuwirken, indem es das Gelände der stillgelegten Raffinerie zur Verfügung stellt. Auch die Regionalregierung und die Inselverwaltung von Teneriffa verpflichteten sich dazu, dieses zukunftsweisende Projekt zu unterstützen, das die räumliche Expansion der Hauptstadt ermöglichen wird.
Valbuena unterstrich bei seiner Stellungnahme in der Plenarsitzung vom 11. Mai, dass die Regionalregierung den Abbau der Raffinerie erst dann anerkennen und für vollendet erklären werde, wenn gewährleistet ist, dass das Industriegelände dekontaminiert ist und keine Bodenbelastung durch Ablagerungen mehr besteht. Dieser Prozess müsse vollständig von Cepsa übernommen und finanziert werden, betonte er.
Der Bürgermeister begrüßte es, dass nach fast zwei Jahren Stillstand nun Bewegung in die Pläne kommt und zumindest ein Termin für den Start des Rückbaus in Aussicht gestellt wird.

Ein neues 573.000 qm großes Stadtgebiet

Das Projekt Santa Cruz 2030 stelle eine auf dem Archipel einzigartige Gelegenheit für den Entwurf eines neuen Stadtplanungsmodells dar, in dem der Umweltaspekt und die Schaffung öffentlicher Anlagen im Mittelpunkt stehen werden, erklärte José Manuel Bermúdez zu dem Vorhaben, die durch das Verschwinden der Raffinerie frei werdenden 573.000 Quadratmeter in einen völlig neuen, nachhaltigen Stadtteil zu verwandeln. Zwei Drittel des Geländes werden in die öffentliche Hand übergehen, wodurch Platz für neuen Wohnraum bzw. Sozialwohnungen, großzügige Grünflächen und zahlreiche öffentliche Anlagen entsteht.
Zu den Zielen von Santa Cruz 2030 zählt unter anderem die Öffnung des neuen Stadtgebiets zum Meer, indem ein fließender Übergang von dem frei gewordenen Gelände zum Palmetum und zum Parque Marítimo stattfindet. An diesem Küstenpunkt soll eine neue Badestelle bzw. ein Strand angelegt werden; ein Sporthafen ist ebenfalls geplant sowie die Verlängerung des Fuß- und Radwegs bis Añaza.

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