Teneriffas Hotelierverband unter neuer Präsidentschaft


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Pedro Luis Cobiella gab seinen Posten an Nachfolger José Fernando Cabrera ab

José Fernando Cabrera wurde am 1. Februar durch Zuruf zum neuen Präsidenten des Hotelierverbandes der Provinz Teneriffa, Ashotel, gewählt. Nachdem Pedro Luis Cobiella im Januar seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen angekündigt hatte, fand im Rahmen einer Hauptversammlung im Hotel Mencey in Santa Cruz die Wahl des neuen Vorstandes statt.

Der neue Ashotel-Präsident ist von Beruf Wirtschaftsingenieur und schon seit einigen Jahren Verbandsmitglied. Nach einer Beraterfunktion wurde er 2004 Mitglied des Vorstands.

Pedro Luis Cobiella, der seinen Nachfolger persönlich vorstellte, bedankte sich bei allen Mitgliedern für die Unterstützung, die er in seiner fast 10-jährigen Präsidentschaft erfahren durfte und bat den neuen Vorstand um eine gute Zusammenarbeit mit José Fernando Cabrera. Dieser bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und erklärte, dass er sich der enormen Verantwortung bewusst sei, die er als Vorstandsvorsitzender des Interessenverbandes der Hoteliers übernehme.

Befürworter einer

Baustopp-Verlängerung

In einer Pressekonferenz machte Cabrera deutlich, dass er die Linie seines Vorgängers weiterführen wird und somit nicht mit Kursänderungen gerechnet werden muss. Ganz im Sinne von Pedro Luis Cobiella sprach er sich dafür aus, das 2001 erlassene Tourismusmoratorium um mindestens drei Jahre zu verlängern. „Ich persönlich bin der Meinung, dass wir zu viele Hotelbetten haben und es besser wäre, den Baustopp zu verlängern, um uns auf die Renovierung der vorhandenen Hotels zu konzentrieren“, sagte er. Der Vorstand werde in Kürze eine Versammlung einberufen, um die offizielle Stellung des Verbandes in dieser Angelegenheit festzulegen.

Zum Thema „Billigflieger“ sagte José Fernando Cabrera: „Sie sind wichtig für uns, weil unsere Hotelkapazitäten das Flugangebot übersteigen“. Die Annahme, Billigflugnutzer seien keine zahlungskräftigen Urlauber, wies er zurück. Es sei vielmehr das Gegenteil der Fall, erklärte er, denn viele Billigflugbucher geben anschließend das gesparte Geld am Urlaubsort aus.

Selbstverständlich äußerte sich José Fernando Cabrera in seiner ersten Pressekonferenz als Vorstandsvorsitzender auch zur Konkurrenz anderer Urlaubsziele, die seiner Ansicht nach besonders von der Mittelmeerküste und der Karibik aus die Kanaren bedrohen. In diesen Feriengebieten, so Cabrera, werde das spanische Modell qualitativ hochwertiger Hotelanlagen kopiert, jedoch mit dem Vorteil einer enormen Ersparnis durch niedrige Lohnkosten. In diesem Preiskampf haben die Kanaren nur eine Chance, wenn sie sich durch herausragende Leistungen von der Konkurrenz abheben, befindet der Ashotel-Präsident.




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