Teneriffa will Binter-Flüge nach Paris


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Inselregierung fordert von der Fluggesellschaft Binter Angebote wie auf Gran Canaria

Die Inselregierung von Teneriffa hat die regionale Fluggesellschaft Binter Canarias dazu aufgefordert, ihr Angebot mit Flügen von Gran Canaria nach Paris und Mailand „sobald wie möglich“ auch auf Teneriffa auszuweiten.

Seit dem 24. beziehungsweise 25. Oktober bietet die Airline einen Direktflug vom Flughafen Las Palmas nach Paris und Mailand an. Die Flüge kosten zwischen 39 und 399 Euro pro Strecke und liegen damit unter den bisher üblichen Preisen.

Zweimal die Woche werden die beiden europäischen Metropolen angeflogen. Wer von einer anderen Insel des kanarischen Archipels fliegen möchte, wird mit einem Anschlussflug von Binter nach Gran Canaria gebracht.

Doch genau daran stört man sich auf der Schwesterinsel Teneriffa. Der traditionelle Streit zwischen beiden Inseln um die Hauptrolle innerhalb der Kanarischen Inseln hat hier einen wirtschaftlichen Hintergrund. Von den Direktflügen nach Paris und Mailand zu günstigen Preisen verspricht man sich steigende Urlauberzahlen aus den beiden europäischen Metropolen auf dem Archipel.

Nach Auskunft des Cabildos (Inselregierung) kommen 53,4% aller italienischen und sogar 69,6% aller französischen Touristen, die die Kanarischen Inseln besuchen, nach Teneriffa.

Die Entscheidung von Binter ihre neuen Flugverbindungen nur von Gran Canaria aus anzubieten, ist bei den politisch Verantwortlichen der Insel dementsprechend auf Unverständniss gestoßen.

Man sei selbstverständlich dazu bereit, ähnlich wie Gran Canaria, in Zusammenarbeit mit Binter eine entsprechende Werbekampagne in Paris und Mailand zu unterstützen.




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