Teneriffa: Erster E.coli-Fall auf den Kanaren


Laut dem kanarischen Gesundheitsamt wurde eine deutsche Urlauberin mit Verdacht auf Ehec-Bakterien in ein Krankenhaus Teneriffas eingewiesen, konnte jedoch nach kurzer Zeit wieder entlassen werden.

Die Deutsche aus der Nähe von Hamburg wurde mit blutigen Durchfällen eingeliefert und behandelt. Nachweislich litt sie unter einer Infektion mit Giftstoffe abgebenden E.coli-Bakterien.

Proben wurden an das Nationale Zentrum für Mikrobiologie gesandt, um festzustellen, ob die Urlauberin vom selben Stamm der Ehec-Bakterien befallen war, der in Deutschland schon 25 Todesopfer gefordert hat [O104H4].

Die kranke Deutsche zeigte nur geringe Symptome, erholte sich schnell und konnte schon aus dem Krankenhaus entlassen werden. Nach Angaben des kanarischen Gesundheitsamts geht es der Frau gut. Der Fall wurde dem Europäischen Netz für Epidemiologische Überwachung gemeldet.

In ganz Spanien war bisher nur ein E.coli-Fall aufgetreten. Nach einer Deutschland-Reise wurde ein Baske am 20. Mai mit einer Ehec-Infektion in ein Krankenhaus eingeliefert.

Bei einem Treffen von Vizepräsident Alfredo Pérez Rubalcaba, Gesundheitsministerin Leire Pajín und der leitenden Angestellten des Gesundheitsministeriums Carmen Amela mit spanischen Wissenschaftlern am 8. Juni erklärte Amela, der in Deutschland aufgetretene Stamm von E.coli sei noch nie in Spanien nachgewiesen worden, so dass sich die Deutsche in der Heimat angesteckt haben müsste. Laut Amela könnte die Infektion nur von Deutschland aus nach Spanien kommen.




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