Teneriffa aktiviert Krisenprotokoll


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Iberia sagt wegen Streik über 1.200 Flüge ab

Das Tourismusamt hat angesichts des Streiks bei der Fluggesellschaft Iberia das Krisenprotokoll in Gang gesetzt, um die Auswirkungen auf die Teneriffa-Urlauber so gering wie möglich zu halten. Insgesamt fünfzehn Tage Streik hat das Luft- und das Bodenpersonal angekündigt, die ersten fünf davon zwischen dem 18. und 22. Februar.

Madrid – Die Iberia-Mitarbeiter wehren sich damit gegen die Umstrukturierung der Fluggesellschaft, die 3.807 Entlassungen und eine Absenkung der Löhne um 20% mit sich bringt. Sie fordern weniger Entlassungen, nicht mehr als 2.600, und eine geringere Lohnsenkung von 10%. Wenn nach den ersten Streiktagen keine Einigung erfolgt, sollen zwei weitere Etappen zwischen dem 4. und 8. bzw. zwischen dem 18. und 22. März folgen. Ab März werden sich auch die Mitglieder der Pilotengewerkschaft Sepla an den Ausständen beteiligen. 

Immerhin hat das Entwicklungsministerium zugesagt, 100% der Flugverbindungen auf die Kanaren zu garantieren. Das bedeutet, dass bei der Festlegung des Plans zur Mindestversorgung der Bevölkerung alle Flugverbindungen zu den Inseln berücksichtigt werden. Dennoch kann es bei den Anschlussflügen und beim  Handling-Service am Boden, den Iberia auch für andere Fluglinien ausführt, zu Problemen kommen.

Der Streik wird auch Auswirkungen auf die Airlines Vueling, Air Nostrum und Iberia Express haben. Sie mussten ebenfalls spanienweit 800 Flüge absagen, weil sie auf das Handling der Iberia Airport Services angewiesen sind.

Die Entwicklungsministerin Ana Pastor hat die Gewerkschaften UGT, CC.OO., USO, Sitcpla, Asetma und CTA-Vuelo, welche die Iberia-Angestellten vertreten, und die Geschäftsleitung der Fluglinie aufgefordert, alle Anstrengungen zu unternehmen, um den Streik doch noch abzuwenden und den Flugverkehr aufrechtzuerhalten.

Die Arbeitgeberseite wiederholte dazu nur ihre Warnung, dass die Arbeitsniederlegungen die Situation lediglich verschlechtern würden.




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