Teilstück der „Cueva del Viento“ zu besichtigen


© CabTF

Jeden Tag werden zwei Gruppenführungen angeboten

Am 17. Juni wurde die Lavaröhre Cueva del Viento in Icod de los Vinos offiziell eröffnet. Der berühmte Tunnel unter der Erde, der fünfzehn Jahre lang geschlossen blieb, kann nun besichtigt werden.

In der ersten Woche wurde den Bewohnern des nahegelegenen Ortsteils Los Piquetes Vorrang eingeräumt. Mittlerweile können sich aber auch Touristen für eine der vorerst täglich zwei Führungen durch den bizarren Hohlraum anmelden.

Neugierde und Interesse am Vulkanismus reichen für den Besuch allerdings nicht aus. Voraussetzungen für die Teilnahme an einer der etwa anderthalbstündigen Führungen sind Trittsicherheit – festes Schuhwerk wie Wanderstiefel werden empfohlen – und auch eine gewisse Wanderausdauer. Auch sollten die Besucher darauf gefasst sein, dass es unter der Erde etwas eng und unbequem werden kann. Menschen mit Beklemmungen oder Platzangst wird von einem Besuch der Lavaröhre abgeraten.

Die „Cueva del Viento“ ist mit ihren mindestens 18 km Länge – weiter konnten die Forscher bislang nicht vordringen – die längste und verzweigteste Lavaröhre Europas. Jahrelang war der Zugang für Besucher gesperrt. Die Instandsetzung der Höhlengänge bzw. des zugänglichen Bereichs sollte durchgeführt werden, erfuhr aber ständige Verzögerungen. Nach jahrelangem Warten war es Mitte Juni schließlich soweit, und Cabildo-Präsident Ricardo Melchior lud die Presse zu einem ersten Besuch des nun eröffneten Teilabschnitts ein (das Wochenblatt berichtete).

Die unterirdische Wanderung durch die „Cueva del Viento“ gibt dem Besucher einen Eindruck von der Rolle der Lavaflüsse im Vulkanismus und die Möglichkeit, die kapriziösen und bizarren Hohlräume, die von den Lavaflüssen geformt wurden, zu betrachten. Informationstafeln in zwei Sprachen (Spanisch und Englisch) wurden an verschiedenen Stellen der Höhle angebracht und liefern weitere Erklärungen zu dem Bereich, in dem sich der Besucher gerade befindet. Die Vielzahl der geomorphologischen Formen wie Abgründe, Terrassen und andere vulkanische Formen wird als tief beeindruckend beschrieben.

Treffpunkt für die Gruppenführungen ist an dem speziell für die „Cueva del Viento“ eingerichteten Besucherzentrum. Von dort aus werden die Teilnehmer in einem kleinen Bus bis zum Röhreneingang gefahren. Die Anzahl der Besucher pro Führung wird aus Sicherheitsgründen auf 14 Personen beschränkt.

Information und Anmeldung unter Telefon 922 815 339 oder info@cuevadelviento.net

www.cuevadelviento.net




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