Süden Teneriffas gegen Fischzuchtanlagen


Das kanarische Landwirtschaftsministerium hält an den kritisierten Fischkäfigen fest

Die Stadt Arona hat im Einklang mit den anderen Gemeinden im Süden Teneriffas einen Antrag gegen die immer zahlreicher werdenden Fischzuchtanlagen in ihrer Region verabschiedet.

Alle Parteien waren sich einig, dass der Betrieb dieser unpopulären Fischkäfige vor der Küste der wichtigsten Urlaubsstrände der Insel zum Nachteil der hiesigen Tourismusbranche ausfällt.

Bisher haben die Proteste noch keine Wirkung gezeigt, obwohl sich selbst Luxus-Hotels wie das Bahia del Duque in den Chor der Kritiker eingereiht haben.

Die Installation dieser Anlagen bringt nicht nur optische Nachteile mit sich, sondern verursacht vereinzelt auch eine größere Verschmutzung des Wassers mit Futterresten. Auch die Gefahr durch angelockte Haie, die ansonsten weit vor der Küste ihre Reviere haben, wird als Argument gegen die Fischkäfige genannt.

Das kanarische Landwirtschaftsministerium hält jedoch an seinen Plänen fest, diese boomende Fischindustrie weiter zu fördern. Von dieser Seite reagierte man bisher entweder gar nicht oder mit unverhohlener Arroganz auf die Kritik aus dem Süden Teneriffas. Man denkt gar nicht daran die Käfige wieder abbauen zu lassen, sondern will deren Zahl in den nächsten Jahren noch erhöhen.




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