Südamerikanischer Dschungel in Kleinformat


© Loro Parque

Loro Parque präsentiert neue Volieren mit gefiederten Exoten und das Gehege der Roten Pandas

Der Loro Parque in Puerto de la Cruz ist vom Reiseportal TripAdvisor als bester Zoo Europas und zweitbester Zoo der Welt anerkannt. Doch Eigentümer Wolfgang Kiessling nimmt dieses Lob für sein Lebenswerk nicht etwa zum Anlass, sich zur Ruhe zu setzen, sondern sieht es als seine Aufgabe an, die Qualitätsstandards kontinuierlich zu verbessern. Seit der Gründung im Jahr 1972 hat sich der Park dank seines unermüdlichen Strebens nach Perfektion, seines unternehmerischen Geschicks und seines Innovationsgeistes konstant weiterentwickelt.

So kommt es, dass kaum ein Jahr vergeht, ohne dass der Loro Parque mit einer neuen Attraktion glänzt. Natürlich kann diese nicht immer so spektakulär ausfallen wie die 2006 eröffnete Orca Show oder die beiden letzten großen Neueröffnungen – das Quallen-Aquarium „Aqua Viva“ und „Animal Embassy“ im Jahr 2014. Die jüngsten Neuerungen des Loro Parque wirken bescheidener, sind jedoch letztendlich nicht minder spektakulär.

Am 29. April folgten zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft der Einladung von Loro Parque zur Einweihung der neuen und modernen Volieren für exotische Papageien aus Südamerika sowie des Geheges der Roten Pandas. Unter den geladenen Gästen waren Teneriffas Cabildo-Präsident Carlos Alonso und Puertos Bürgermeister Lope Afonso, die beide in ihren Ansprachen den unermüdlichen Unternehmergeist des deutschen Unternehmers lobten und die Anlage des Loro Parque als vorbildlich beschrieben. Wolfgang Kiessling selbst stellte in seiner Ansprache die neuen Volieren, die im Herzen des Parks beim 3-D Kino installiert wurden, als Weltneuheit dar, da das feinmaschige Netz Besuchern einen guten Blick ins Innere der Volieren erlaubt, und die Tiere durch die perfekte Nachahmung ihres natürlichen Habitats dort fast wie in Freiheit leben. Ein kleiner Flusslauf, üppige Vegetation und die gelungene Tarnung der Pfeiler, die die Volieren tragen, ergeben auf 135 Quadratmetern quasi einen südamerikanischen Dschungel in Miniatur.

Zu den gefiederten Exoten, die in die neuen Volieren eingezogen sind, gehören unter anderem Weißstirnamazonen (Amazona albifrons), Blaukappenamazonen (Amazona finschi), Grünwangenamazonen (Amazona viridigenalis), Elfenbeinsittiche (Orange-fronted Parakeet, Eupsittula canicularis), Gelbbauchamazonen (Alipiopsitta xanthops), Venezuela-Amazonen (Amazona amazonica), Goldstirnsittiche (Aratinga aurea) und die leuchtend roten Ibisse bzw. Scharlachsichler (Eudocimus ruber).

Nach der für Familie Kiessling stets wichtigen Segnung der neuen Anlage durch den Bischof von Teneriffa, Bernardo Álvarez, wurde im Gedenken an diesen Tag ein Baum gepflanzt. Ein Afrikanischer Tulpenbaum (Spathodea campanulata) wurde dafür ausgesucht und zwar die seltener auf Teneriffa existierende Variante mit gelben Blüten. Herr und Frau Kiessling, Cabildo-Chef Alonso, Bürgermeister Afonso und selbst der Bischof griffen zum Spaten. Danach wurde eine kleine Erinnerungstafel enthüllt. Der Tulpenbaum kann bis zu 25 Meter hoch werden und wird vielleicht schon nächstes Jahr Besucher mit seinen glockenförmigen gelben Blüten erfreuen.

Im Anschluss ging es weiter zur Präsentation der zweiten Neuheit: dem Gehege der putzigen Roten Pandas. 

Bereits Ende letzten Jahres zogen die beiden weiblichen Katzenbären im Loro Parque ein. Nun haben sich Annapurna und Posee, die aus dem Kingussie Wildlife Park und dem Paradise Wildlife Park in Großbritannien nach Teneriffa kamen, in dem nach ihren natürlichen Lebensbedingungen mit reichlich Bambus, üppiger Vegetation, einem kleinen See sowie klimatisierten Schlafbereichen gestalteten Gehege gut eingelebt. Auch die Feuchtigkeit innerhalb des Geheges wird in der 300 Quadratmeter großen Anlage, in das Besucher von verschiedenen Perspektiven aus Einblick haben, ist den Klimaverhältnissen ihres natürlichen Lebensraums auf den Hängen des Himalayas nachempfunden. Ein großer Baum steht den geschickten Kletterern zum Rückzug zur Verfügung.

Bei einer Handfütterung konnten die Gäste eines der Tiere aus der Nähe betrachten, und der niedliche Katzenbär mit den Knopfaugen machte der Beschreibung „schönstes Säugetier auf Erden“ von seinem Entdecker Frédéric Cuvier alle Ehre. Annapurna und Posee 




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