Stromwerk soll mit Beton „verhüllt“ werden


© Moisés Pérez

Unelco strebt Entfernung der Hochspannungsmasten in Cuesta de la Villa an

Der Energieversorger Unelco wird innerhalb der nächsten vier Jahre das Umspannwerk in Cuesta de la Villa (Santa Ursula) hinter Betonmauern verschwinden lassen. Dies kündigte der Unelco-Chef für die Provinz Teneriffa, José Manuel de la Cruz, an.

Das Werk wurde im Laufe der Zeit von einem Wohngebiet umgeben und bei der Gemeinde sind wiederholt Beschwerden darüber eingegangen. So ist es nicht verwunderlich, dass Santa Ursulas Bürgermeister Ricardo García das Vorhaben von Unelco mit Freude zur Kenntnis genommen hat.

Mitarbeiter von Unelco entfernten kürzlich einen weiteren der insgesamt 17 Strommaste, die zwischen La Orotava und Santa Ursula seit Anfang dieses Jahres nach und nach abgerissen werden. Neun Millionen Euro lässt sich das Stromunternehmen diese Maßnahme kosten, die der Umwelt und der Lebensqualität der Anwohner zu Gute kommt. Der Strom fließt auf den betroffenen Strecken neuerdings unsichtbar unter der Erde.

Das Umspannwerk in Cuesta de la Villa will Unelco sozusagen „verhüllen“. Die fünf Maste, über die der Strom aus dem Werk fließt, sollen entfernt werden. Anschließend werden Betonmauern das gesamte Unelco-Werk umgeben, „so dass es wie ein Wohnblock aussieht“, meint de la Cruz. In Los Olivos bei Adeje steht das Vorbild.

Bis die Anwohner den hässlichen Anblick des Elektrizitätswerks los sind, wird es allerdings noch etwas dauern. Mindestens zehn Monate werde der bürokratische Teil des Projektes dauern, so de la Cruz. Nach Erteilung aller erforderlicher Gutachten und Genehmigungen werden die Bauarbeiten über anderthalb Jahre dauern.




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