Stromversorger setzt Drohnen ein


Frühzeitiges Erkennen von Schwachstellen und mehr Sicherheit für die Mitarbeiter

Dass man Drohnen auch für friedliche Zwecke einsetzen kann, zeigt der Stromversorger Endesa, der für die Überprüfung insbesondere schwer zugänglicher Stromtrassen in Zukunft mit Kameras bestückte ferngesteuerte Fluggeräte einsetzen wird.

Auf diese Weise wird es in vielen Fällen möglich sein, die Leitungen zu inspizieren, ohne die Stromversorgung unterbrechen zu müssen. Mit den hochauflösenden Kameras der Drohnen können Schwachstellen frühzeitig aufgespürt und Stromausfälle vermieden werden.

Die mit sechs Propellern ausgestatteten Drohnen haben einen Durchmesser von 77 Zentimetern, wiegen zwischen zwei und vier Kilo und kosten 15.000 Euro.  Eine Investition, die sich schon nach zwei bis drei rechtzeitig entdeckten Problemstellen amortisiert. Für die Steuerung sind zwei Personen erforderlich. Die eine steuert das Fluggerät, die andere handhabt die Kamera. Mit der Energie aus den Batterien sind Flüge von acht Minuten Dauer möglich. In dieser Zeit kann die Drohne drei Kilometer weit in bis zu sechzig Metern Höhe fliegen. Sie ist dank eingebautem GPS und Höhenmesser in der Lage, ihre Position selbstständig zu halten. Im Falle, dass das Funksignal abreißt, kehrt sie automatisch zum Ausgangspunkt ihres Fluges zurück.

Nach einer Testphase im Norden Teneriffas sollen die Drohnen auf allen Inseln zum Einsatz kommen. Sie sollen auch genutzt werden, um die Vegetationskorridore zu kontrollieren und in Notfällen die Lage zu erkunden, sind jedoch auf gutes Wetter ohne Regen oder starken Wind angewiesen.




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