Stressfrei zum Nichtraucher


Für den Abschied von der Zigarette reichen fünf Sitzungen

Dass Rauchen lebensgefährlich ist, weiß jeder. Das ist erwiesen und steht auf jeder Zigarettenschachtel. Ob man nun eine normale oder eine Ultra ligth Zigarette raucht. Ein bisschen weniger Nikotin oder Teer – das ist egal: die Zigarette bleibt ein giftiger Cocktail zahlreicher krebserzeugender Substanzen.

Die „gesündere“ Zigarette gibt es nicht, da sind sich fast alle Experten einig. Dies hat ein Fernsehteam des SWR ermittelt. 

Dabei haben Raucher gute Chancen, ihre Sucht durch Hypnose loszuwerden. Heide Meister kennt viele Fälle aus ihrer Praxis, die bereits als hoffnungslos galten. Sie sagt: „Der Körper reagiert beim Ausstieg normalerweise mit Entzugserscheinungen, weil er an regelmäßige Nikotinzufuhr gewöhnt ist. Neben dieser körperlichen Abhängigkeit gibt es auch die psychische Gewohnheit. Wer bei Stress oder bestimmten Gelegenheiten, wie zum Beispiel nach dem Essen oder abends beim Bier, zur Zigarette greift, dem fehlt plötzlich dieser gewohnte Griff. Ohne Zigarette kann er gar nicht mehr richtig entspannen. Diese Entspannung lässt sich aber durch Medizinische Hypnose völlig stressfrei erreichen.“ Die Psychotherapeutin spürt bei ihren Patienten durch Hypnose die Wurzeln ihrer Sucht auf und verändert ihr Verhalten. Ihr Erfolgsrezept dafür ist die Trance: „Das ist eine spezielle Art entspannter und nach innen gerichteter Aufmerksamkeit. Durch den Zugang zum Unterbewusstsein können wir die Sucht behandeln, denn sie wird stark durch Gefühle gesteuert und nicht durch das Bewusstsein und den Willen des Menschen. Im Unbewussten können wir das Rauchbedürfnis blockieren und auf andere Verhaltensweise lenken.“

Für den endgültigen Abschied von der Zigarette braucht Heide Meister normalerweise fünf Sitzungen.

Zuerst analysiert sie mit dem Patienten gemeinsam die Situationen, in denen er bisher geraucht hatte. Dann entwickelt sie bessere Alternativen: „Bewährt haben sich beispielsweise Atemübungen, die der Patient anwendet anstatt zu rauchen. Das kann er zwischen unseren Hypnosesitzungen gut einüben.“ Die Erfolgsrate bei der Raucherentwöhnung durch Hypnose ist doppelt so hoch wie bei anderen Verfahren: Nach einem Jahr sind 75 Prozent der Patienten immer noch rauchfrei.

Auch wer schon sehr früh mit dem Rauchen begonnen hat: Es lohnt sich immer, den Glimmstengel beiseite zu legen, selbst nach Jahrzehnten, denn Nichtrauchen wirkt sich schneller positiv auf die Gesundheit aus, als man denkt. Kaum ist die letzte Kippe ausgedampft, verliert der Giftstoff Nikotin bereits an Wirkung. Tatort des Nikotins ist das Gehirn. Ein wahres Feuerwerk an Impulsen überfällt das zentrale Nervensystem. Hier bewirkt der Stoff aus der Zigarette eine Reizung, die bis zu einer Lähmung der Nerven führt. Aber dann, nach der letzen Kippe, beginnen die Nerven bereits mit der Regeneration.

Auch das Herz erholt sich. Noch ist der Puls durch das Rauchen beschleunigt, aber so langsam sinkt er wieder auf ein normales Niveau. Außerdem: der Blutdruck sinkt, die verengten Blutgefäße weiten sich. So hat das Blut wieder mehr Platz und kann langsamer fließen. Vorausgesetzt, man fängt nicht wieder an!

Gefährliches Kohlenmonoxid verschwindet

Auch die Körpertemperatur in Händen und Füßen beginnt sich zu normalisieren. Die ersten zwei Tage des Nichtraucherlebens belohnt der Körper mit positiven Signalen. Die Fitness verbessert sich, denn das gefährliche Kohlenmonoxid der letzten Zigarette ist mittlerweile so gut wie verschwunden. Und: die Muskeln können wieder aufatmen, da der Gehalt des lebenswichtigen Sauerstoffs steigt und steigt.

Auch die Lunge reagiert positiv. Ihre Verschleimung als Abwehrreaktion vor dem gefährlichen Qualm geht zurück. Die Atmung verbessert sich schon nach zwei Tagen bis zu einem Drittel.

Das Infarktrisiko ist bereits deutlich gesunken.

Das Herz ist 4-fach weniger gefährdet als das eines 20-Zigaretten-Rauchers.

Nach sechs Wochen ohne blauen Dunst wartet der nächste Nichtrauchervorteil. Endlich kommt der gute Geschmack zurück, denn die Zunge des Nichtrauchers kann endlich wieder genießen lernen. Und auch der üble Raucheratem ist endlich weg.

Wenn das erste halbe Jahr geschafft ist, dankt die Lunge das Durchhaltevermögen mit dem Wiederaufbau von Flimmerepithel. Ein Teppich aus kleinen Härchen, der die Lunge vor Krankheitserregern schützt. Nach einem Jahr sinkt das Herzinfarktrisiko um die Hälfte, nach fünf Jahren ist das Raucher-Krebsrisiko nur noch halb so groß, und nach spätestens 10 Jahren sind die meisten Vorläufer von Krebszellen verschwunden.

Allerdings: Schon eine einzige Zigarette am Tag macht den Zeitplan der körperlichen Genesung zunichte – lohnt sich das für giftigen Genuss, der sich immer nur in Rauch auflöst?

Heide Meister

Psychotherapeutin HP

Tel.:    922 729 463

Movil: 609 546 969

info@heidemeister.com

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