Stressfrei in den Schnee


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Das Cabildo setzte kostenlose Busse ein – Jetzt sind die Straßen wieder frei

An den ersten beiden Wochenenden nach den starken Schneefällen am Teide war die Zufahrt mit dem Privatwagen nur eingeschränkt möglich. Dafür setzte das Cabildo erstmals kostenlose Busse ein, um die vielen Schneehungrigen sicher und ohne Staus in die weiße Pracht zu bringen. Über 6.000 Menschen nutzten dieses Angebot an den beiden Wochenenden und genossen einen Tag in der herrlichen Schneelandschaft am Fuße des Teide.

Alle wollten in den Schnee. Davon ging auch die Inselverwaltung nach den umfangreichen Räumungsarbeiten aus und hielt die Zufahrten zum Teide-Nationalpark am ersten Wochenende nach den Schneefällen für Privatfahrzeuge gesperrt.

Schneehungrige Canarios konnten dafür den kostenlosen Busdienst in Anspruch nehmen, der vom Cabildo erstmals eingerichtet wurde, um Ausflügler in die weiße Pracht zu bringen. Am 27. und 28. März fuhren die Busse von Vilaflor ab. Im Ortskern wurden Parkplätze eingerichtet, und ab da ging es mit dem Bus hinauf bis zur Seilbahn. Fast 4.000 Fahrgäste wurden an diesem ersten Schneewochenende gezählt. Am 3. und 4. März wurde die Aktion wiederholt, diesmal mit Bussen, die ab La Esperanza nach Izaña fuhren. Etwas mehr als 2.200 Personen nutzten diesen kostenlosen Fahrdienst und vergnügten sich bei milden 10 Grad und Sonne im Schnee. Mit Bodyboards und Mülltüten wurden Rodelpartien improvisiert. 

An diesem Wochenende wurde auch die Sperrung der Zufahrt zum Teide über La Orotava augehoben, allerdings nur auf der bergauf führenden Fahrtrichtung. Die andere Spur wurde für Rettungsfahrzeuge freigehalten. 

Cabildo-Präsident Carlos Alonso freute sich über den Erfolg der „Operation Schnee“, durch die die sonst in diesen Fällen üblichen Staus und Unfälle vermieden wurden und die Sicherheit der Menschen beim Ausflug in den Schnee gewährleistet wurde.

Mittlerweile sind sämtliche Zufahrten zum Nationalpark wieder für den Verkehr freigegeben.

Heftigste Schneefälle der letzten 15 Jahre

Wie der staatliche Wetterdienst mitteilte, waren die Schneefälle Ende Februar in den Bergen der Kanarischen Inseln die heftigsten der letzten 15 Jahre. Bei Izaña fielen 13,5 cm Schnee und es wurden Tiefstwerte von -4,9 Grad gemessen.




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