Straßenbahn-Streik angekündigt


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Am 20. Dezember will die Belegschaft der Metropolitano de Tenerife die Arbeit niederlegen

Knapp sechs Monate nach der Inbetriebnahme von Teneriffas neuer Straßenbahn sind erste interne Probleme aufgetreten. Sollte nicht in letzter Minute doch noch eine Einigung herbeigeführt werden, kündigen die Angestellten des Straßenbahnunternehmens Metropolitano de Tenerife für den 20. Dezember einen Streik an.

Der Streik wird nach Angaben der Gewerkschaft Intersindical Canaria (IC) von 60% der 142 Mann starken Straßenbahn-Belegschaft unterstützt. Betrachtet man nur die Stra­ßenbahn-Fahrer beläuft sich dieser Prozentsatz sogar auf 95%.

Als Grund für den Streik wird angegeben, dass die Belegschaft immer noch nicht über Tarifvereinbarungen verfügt, ihr Arbeitsverhältnis mit Metropolitano de Tenerife also auf einem Abkommen ohne jegliche Statuten basiert.

Insbesondere gehe es den Straßenbahn-Fahrern um eine Regulierung ihrer Arbeitszeiten, da sie derzeit häufig fünf Stunden ununterbrochen fahren müssen, ohne eine Pause einlegen zu können. Außerdem bestehe momentan für die gesamte Belegschaft die Situation, dass ihre gesetzlich vorgeschriebenen Ruhepausen nicht als Arbeitszeit gelten und dementsprechend auch nicht bezahlt werden.

Des Weiteren fordern die Straßenbahn-Fahrer, ihre Arbeitspläne frühzeitig zu erhalten, um ihr Privat- und Familienleben trotz der Schichtarbeit besser gestalten zu können. Zu guter Letzt wird ein besserer gerichtlicher Schutz für die Fahrer gefordert, die „ständig der Gefahr durch den Verkehr ausgesetzt sind“, sowie eine Verbesserung  der Vergütungen.

Bis Redaktionsschluss waren noch keine Details darüber bekannt, welche Folgen der Streiktag für die Fahrgäste haben wird, sprich, welcher Mindest-Service gewährleistet ist.




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