Staat tritt aus Konsortium aus


© Archivfoto EFE

Carlos Alonso, Cabildo-Präsident und Präsident des Konsortiums zur Verbesserung und Modernisierung von Puerto de la Cruz, gab vor einigen Tagen gegenüber einer Inselzeitung bekannt, die Zentralregierung werde aus der Kommission austreten.

Nicht politische, sondern juristische Gründe hätten die Zentralregierung zu diesem Schritt bewogen. Eine Rückkehr in das Konsortium, das 2010 gegründet wurde, um die einstige Urlaubermetropole zu modernisieren und ein neues, zukunftsträchtiges Tourismus-Modell umzusetzen, hielte er für sehr wahrscheinlich.

Kurz darauf nahm Enrique Hernández Bento, Vertreter der Zentralregierung auf den Kanaren, Stellung und bestätigte den Austritt aus der Kommission, der auch die Regionalregierung, das Cabildo und die Stadtverwaltung von Puerto de la Cruz angehören. Hernández Bento erklärte, das Konsortium habe gewisse Investitionen getätigt, die vom eigenen Wirtschaftsprüfer für gut befunden, vom staatlichen Vertreter des öffentlichen Interesses jedoch als nicht gerechtfertigt angezeigt wurden. Aufgrund des entsprechenden Berichtes seitens des Vertreters des Öffentlichen Interesses fordere der Staat nun 1,7 Millionen Euro von seinen seit 2010 geleisteten Beiträgen zurück. Außerdem sei der Staat gezwungen, bis auf Weiteres die Leistung von Beiträgen einzustellen, was wiederum aus rechtlichen Gründen den Austritt bedinge. Hernández Bento versicherte, der Austritt erfolge nicht aus politischen Gründen. Sobald die Angelegenheit geklärt und die Kommission die verlangte Summe zurückerstattet habe, wolle der Staat zurückkehren.   




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