Staat sagt Teilfinanzierung des Tranvía zu


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Knapp ein Drittel der Gesamtkosten von 305 Millionen Euro wird von Madrid beigesteuert

Cabildo-Präsident Ricardo Melchior hat doch Recht behalten. Allen Kritikern und Schwarzmalern zum Trotz hat die spanische Regierung nun doch einen beachtlichen Batzen für die Finanzierung der Straßenbahn auf Teneriffa zugesagt.

Knapp ein Drittel der Gesamtkosten werden aus der Staatskasse kommen, so legt es ein zwischen Madrid und dem Cabildo von Teneriffa unterzeichnetes Abkommen fest. Trotzdem muss Ricardo Melchior eine Teilniederlage eingestehen, denn sein Ziel war es gewesen, 50% der Kosten durch den Beitrag aus Madrid zu decken.

Dies gab Cabildo-Sprecher Víctor Pérez in einer Pressekonferenz bekannt und räumte gleichzeitig ein, dass die ursprünglich für das Schienennetz veranschlagten Kosten eine Erhöhung erfahren haben und nunmehr insgesamt 305 Millionen Euro betragen. Hauptfinanzier ist der spanische Staat mit 33%, während die kanarische Regierung und das Cabildo von Teneriffa jeweils 19% übernehmen werden. Aus dem FEDER-Fonds der EU werden 12,9 Millionen Euro beigesteuert. 

In zehn Teilzahlungen bis 2016 übernimmt der Staat ein Drittel der Kosten

In zehn Teilzahlungen bis 2016 wird Madrid knapp 102 Millionen Euro investieren, teilte der Finanzbeauftragte des Cabildos, Víctor Pérez, mit.

Die urspürnglich veranschlagten Gesamtkosten von 227,8 Mio. Euro haben sich mittlerweile auf 305,6 Mio. Euro erhöht. Eine Verlängerung der Straßenbahnstrecke bis zum Nordflughafen würde zusätzliche 70 Mio. verschlingen, weshalb dieses Projekt vorläufig auf Eis gelegt wurde. 




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