Spur von Brandstiftern soll per Satellit verfolgt werden


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Sommer-Brandschutzkampagne 2008 angelaufen

Vier Millionen Euro werden dieses Jahr allein auf Teneriffa für die Brandschutzkampagne während der feuergefährlichen Sommermonate bereitgestellt. Weitere 4,3 Millionen Euro werden in die Wiederaufforstung der bei den Waldbränden im vergangenen Sommer zerstörten Gebiete fließen.

Dies kündigte Cabildo-Präsident Ricardo Melchior zusammen mit dem Umweltbeauftragten Wladimiro Rodríguez an. Die diesjährige Kampagne, die vom 15. Juni bis 15. Oktober läuft und Zivilschutz, Feuerwehr und sonstige Löscheinheiten in höchste Alarmbereitschaft versetzt, wird außerdem per Satellit unterstützt werden. Melchior gab diese Neuigkeit bekannt und erklärte dazu, dass die Satellitenbilder zwar nicht das Gesicht des Täters zeigen werden, dafür aber ermöglichen, die Spur von Brandstiftern zu verfolgen. Melchior bemerkte bei dieser Gelegenheit, dass man immer noch auf den von der Regierung in Madrid im vergangenem Sommer zugesagten Besuch eines Expertenstaatsanwalts in Sachen vorsätzlich gelegte Feuer warte.

Um die Gefahr von Waldbränden in diesem Sommer so weit wie möglich herunterzuschrauben, rief der Cabildo-Präsident die Bevölkerung zu einem verantwortungsbewussten Verhalten auf und bat darum, an besonders heißen Tagen keine Ausflüge in die Waldgebiete zu unternehmen.

Die Brandschutzeinheit des Cabildos von Teneriffa setzt sich in diesem Sommer aus 375 Arbeitskräften zusammen. Hinzu kommen die Mitarbeiter des Umweltamtes, so dass insgesamt 725 Personen für den Kampf gegen das Feuer bereitstehen. Neun Löschhubschrauber des Cabildos, der Regionalregierung und des Umweltmi-nisteriums werden ebenfalls in Bereitschaft sein.

Brenzlige Gebiete

Die kanarische Regierung hat dieser Tage die Karte mit den feuergefährlichsten Gebieten auf den sieben bzw. fünf Inseln herausgegeben, denn Fuerteventura und Lanzarote sind ausgenommen.

Insgesamt werden 52.396 Hektar als stark vom Feuer bedroht angesehen und daher die Löschkräfte in diesen Gebieten in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Das flächenmäßig größte Gefahrengebiet liegt auf La Palma. Durch die reiche Vegetation gilt fast die gesamte Insel als bedroht. An zweiter Stelle steht Teneriffa mit knapp 20.400 Hektar bedrohter Waldfläche.

Vom Cabildo von Teneriffa wurden ebenfalls bestimmte Inselgebiete als besonders feuergefährlich eingestuft. Auf der Liste der besonders gefährdeten Zonen stehen der Teno-Naturpark und Monte del Agua, das Tal von Icod-Chinyero, Los Realejos und La Guancha, Mamio-La Caldera, Acentejo-Las Palomas, Lagunetas-La Esperanza, La Laguna, Tegueste, Anaga und das Tal von Güímar.




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