Spleeniges Projekt aus Qatar für Puertos neuen Hafen


Cabildo-Präsident Alonso: Der Bau von Wohnanlagen wäre gesetzwidrig

Der neue Hafen, der Puerto de la Cruz den Aufschwung bescheren und die Stadt großzügig zum Meer öffnen soll, ist immer wieder für Spekulationen gut.

Schon vor zwei Jahren erkläte das Hafenressort der kanarischen Regierung, dass Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Interesse an dem Projekt für Puertos neuen Sport- und Fischereihafen angemeldet hätten.

Nun bestätigte Stadtrat Sebastián Ledesma, dass ein Unternehmer aus Qatar Investitionsbereitschaft signalisiert habe. Angeblich ist dieser Investor bereit, die Kosten für den Bau des Hafens auf der Basis des ursprünglichen Projektes des Architekturbüros Teno Ingenieros zu tragen. Ein Hinderungsgrund könnte jedoch die Bedingung sein, an die der arabische Geldgeber sein Angebot knüpft, nämlich die massive Bebauung des für den „Parque Marítimo“ vorgesehenen Geländes für die Schaffung von mehreren Hundert Luxuswohnungen.

724 Wohnungen!

Laut den Plänen, die dem Rathaus vorliegen, sollen 52.265 Quadratmeter in unmittelbarer Küstenlage bebaut werden, um 564 Wohnungen und 188 Geschäftslokale zu schaffen. Beim Fußballplatz El Peñón sollen weitere 9.530 Quadratmeter urbanisiert und 160 Wohnungen und 53 Lokale gebaut werden. Im Hafen soll es Liegeplätze für rund 700 Boote geben und bis zu zwei Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig anlegen können.

Während Sebastián Ledesma erklärte, Puerto de la Cruz sei offen für eine detaillierte Projektbeschreibung des Investors aus Qatar, ließ Teneriffas Cabildo-Präsident Carlos Alonso wissen, dass der Bau von Wohnungen im Gebiet des neuen Hafens gesetzlich nicht vorgesehen sei.

Auch erinnerte Alonso daran, dass das Unternehmen Entelo weiter an den Plänen für den neuen Hafen arbeitet, die im März 2015 öffentlich vorgestellt werden. Danach können diese Pläne öffentlich eingesehen werden und, falls ein anderer Investor Interesse hat, ein alternatives Projekt vorzulegen, könne ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben werden. Was jedoch sinnlos sei, so Alonso, seien Vorschläge bzw. Projekte, die gesetzwidrig sind.




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