Spezialabteilung für Brandopfer gefordert


Bisher müssen Verletzte mit schweren Verbrennungen zur Behandlung auf das spanische Festland geflogen werden

Margarita Pena Machín, Mitglied des Inselrates von Teneriffa, hat die Regionalregierung zu einem stärkeren Einsatz für die Einrichtung einer Abteilung für Schwerbrandverletzte im Universitätskrankenhaus der Kanaren (HUC) aufgerufen.

Bislang müssen Unfallopfer mit schweren Verbrennungen in das Universitätskrankenhaus Virgen del Rocío in Sevilla geflogen werden, da es auf den Inseln keine Spezialklinik gibt.

Pena Machín schwebt eine überregionale Einheit vor, die neben Canarios und Urlaubern auch Schwerbrandverletzte von Madeira, den Azoren oder sogar Westafrika versorgen könnte, und das HUC in diesem Bereich zu einem international anerkannten Referenzkrankenhaus machen würde. Doch vor allem wies die Politikerin auf die bestehende Notwendigkeit einer solchen Einrichtung für die Bevölkerung der Inseln und die Urlauber hin, denn Brandopfer bedürfen umgehender und spezialisierter Betreuung.

Nach Ansicht von Margarita Pena Machín sei insbesondere das Universitätskrankenhaus der Kanaren für die Aufnahme einer solchen Abteilung geeignet, schließlich verfüge es über die notwendige Infrastruktur wie beispielsweise einen Hubschrauberlandeplatz oder eine Druckkammer. Der nächste Flughafen sei nur sechs Kilometer entfernt, und ganz in der Nähe befände sich der Toxikologische Dienst der Universität von La Laguna. Die Logistik zur Versorgung eines kritischen Patienten sei optimal, alles Nötige zur Diagnose, Behandlung und Überwachung vorhanden. Die Einrichtung einer Abteilung für Schwerbrandverletzte würde darüber hinaus die Forschung und Entwicklung der entsprechenden, hierfür international anerkannten Abteilung der Uniklinik weiter fördern.




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