Spanische Kinder sind immer schlechter ernährt


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Die Sorge um die steigende Zahl der unterernährten Kinder in Spanien hat die Landesgrenzen überschritten und die Europäischen Institutionen erreicht. Der Kommissar für Menschenrechte der Europäischen Kommission, Nils Muizniek, hat seine Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, welche schweren Folgen die Wirtschaftskrise in den Familien hat, vor allem bei den Kindern.

Er hat die spanische Regierung aufgefordert, die Schulen als einzige Möglichkeit zu benutzen, um allen Kindern zu helfen und die schwierige Situation der Familien ein wenig zu lindern.

„Ich bin sehr beunruhigt seit ich feststellen musste, dass die Kinderarmut bereits ein weit verbreitetes Phänomen in Spanien ist“, erklärte Muizniek im Rahmen einer Pressekonferenz zum Abschluss seines offiziellen Besuchs in Spanien. Er hatte das Land besucht um zu ergründen, inwieweit die Wirtschaftskrise zur Verletzung der Menschenrechte führt.

Muizniek erstellte eine globale Analyse über die schädigenden Auswirkungen der Rezession auf die Kinder. „Wie wirkt sich die derzeitige Situation auf die Zukunft dieser Kinder aus? Wenn sie heute unterernährt sind, werden sie morgen Probleme mit der Gesundheit und mit ihrer Bildung haben. Und diese Probleme betreffen nicht nur sie, sondern die spanische und auch die europäische Gesellschaft“, lautet das Fazit seiner Untersuchungen.

Der Europa-Kommissar lobt in diesem Zusammenhang die Regionalregierung Andalusiens, die den Kindern drei Mahlzeiten täglich garantiert. Er forderte die spanische Regierung und die regionalen Verwaltungen auf, mit allen Kräften die beste Lösung für dieses gravierende Problem zu suchen. Er brachte seine Verwunderung darüber zum Ausdruck, dass die Kompetenzen dafür in den Händen der Autonomen Regierungen liegen. „Von einem Etat für das Erziehungswesen in Höhe von rund 50 Milliarden Euro stellt der Staat lediglich 2,5 Milliarden Euro für diese Aufgaben zur Verfügung“, monierte er. Erneut wies er auf die Rolle der Schulen hin, nach seiner Ansicht die einzige Institution, über die an die Kinder eine ausreichende und ausgewogene Nahrung verteilt werden kann.

Die mahnenden Worte des EU-Politikers erfolgten in einer Woche, als auch in Artikeln verschiedener nationaler Zeitungen auf die besondere Notlage der Kinder während der Sommerferien hingewiesen und die Regierung zu sofortigen Maßnahmen aufgefordert wurde.

Die steigende Armut in Spanien ist auch innenpolitisch ein Reizthema und wird von der Opposition wahrgenommen, um die Regierungsarbeit in ein schlechtes Licht zu setzen. Die Sozialistische Partei PSOE hat bereits vor Wochen gefordert, einen Fonds als Soforthilfe für bedürftige Kinder zu schaffen, da die Bürokratie in bekannt langsamer Manier reagiere.

Rosa Díez, Präsidentin der liberalen UPyD hat sogar gedroht, das Thema vor das Parlament zu bringen und Regierungschef Mariano Rajoy persönlich für diese unglaubliche Situation der Kinder verantwortlich zu machen. Sie hat angefragt, welche Schritte er eingeleitet habe, um die Unterernährung von Kindern aus bedürftigen Familien und deren soziale Ausgrenzung zu verhindern.

Auch auf Teneriffa wurden durch die Kanarische Regierung, die Gemeinden und auch private Initiativen Aktionen eingeleitet, damit Kinder während der Ferienzeit in den Schulen mit einem warmen Essen versorgt und ihnen auch Aktivitäten angeboten werden. Allerdings bleiben da kleinere Kinder in der Regel außen vor. Verschiedene Hilfsgruppen der Caritas, die  in den einzelnen Kirchengemeinden aktiv sind, wollen auch für diese Kinder etwas tun und „Feriencamps“ veranstalten.

Mit seiner Aktion „Aus Geben wächst Segen“ unterstützt das Wochenblatt eine Aktivität der Caritas-Gruppe in der Kirche Nuestra Sra. de los Dolores in Puerto de La Cruz. Zwei Wochen lang können etwa 30 Kinder aus bedürftigen Familien ein wenig Ferienluft schnuppern. Sie werden von „Animateuren“ und Erziehern, die sich freiwillig in den Dienst der guten Sache stellen, mit Spiel und Sport beschäftigt, nehmen an gemeinsamen Mittagessen und Vespern teil. Es stehen auch zwei Ausflüge auf dem Programm, die von hiesigen Unternehmen gesponsert bzw. zum Spezialpreis angeboten wurden, wie die Schiffstour im Inselsüden.

Wir von der Wochenblatt-Redaktion sind sicher, dass wir damit im Sinne unserer Spender handeln und bitte sie ganz herzlich, uns in diesen, für die kanarische Bevölkerung so schweren Zeiten, auch weiterhin zu unterstützen. Herzlichen Dank im Voraus.

Was bisher mit den Spendengeldern geschah

Alle Spenden kommen voll den verschiedensten hier ansässigen Hilfsorganisationen zugute. Dafür bürgt die nunmehr in 30 Jahren bei seinen Lesern erworbene Reputation des Wochenblatts. Das Sonderkonto bei der Solbank wird gebührenfrei geführt. Kein Cent für Verwaltungsaufwand oder dergleichen wird von Ihren Spenden abgezweigt.

Bevor eine Hilfsorganisation vom Wochenblatt gefördert wird, unterhält man sich eingehend vor Ort mit den Verantwortlichen und macht sich ein Bild über deren Ziele, Arbeitsweise und Effektivität. Darüber wird in allen Wochenblatt-Ausgaben berichtet.

Spendenempfänger:

„La Mesa“, Puerto de la Cruz und San Isi­dro/­ Granadilla (12/09, 02/10, 03/10) Euro 7.300

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“, Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000

Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, Santa Cruz de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13) Euro 18.069,19

Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500

Caritas Teneriffa (03/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13) Euro 7.660

Caritas „Virgen de los Dolores“, Puerto de la Cruz (01/12, 09/12, 06/13) Euro 2.750

Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paul“, La Laguna (05/12, 12/12) Euro 3.500

Gemeinde-Hilfsstellen in Puerto de la Cruz: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Francia“ (12/12) zusammen Euro 2.000

Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13) Euro 1.019,03

Vier Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung, (3/13) zusammen Euro 2.000

Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13) Euro 1.000

Einladung zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Sol Bank einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos. Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Machen Sie mit…

Wenn auch Sie bei unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ mitmachen wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das unten genannte Konto. Alternativ nehmen wir auch gerne Ihren Scheck oder Bargeld in unserem Büro in Puerto de la Cruz entgegen.

Spendenkonto bei der Solbank: 00810403340001185625

IBAN: ES1400810403340001185625

BIC: BSABESBB

Das Online-Spendenformular finden Sie hier: