Späte Reha-Behandlung


Krankengymnasten warnen

Der Berufsverband der Physiotherapeuten zeigt sich besorgt über die langen Wartezeiten, die Patienten zugemutet werden, die eine Reha-Therapie benötigen.

Zwischen einer Operation, die krankengymnastische Behandlung vom ersten Tag an erfordere, und dem tatsächlichen Behandlungsbeginn würden nicht selten drei Monate vergehen. Diese Vernachlässigung führe in vielen Fällen unnötigerweise zu verschiedenen Graden von Behinderungen, manchmal sogar bis hin zur Pflegebedürftigkeit. Der Hauptgrund für die Verzögerung liegt in einer bürokratischen Verwicklung, die allen Patienten, die Krankengymnastik brauchen, zugemutet wird. Jeder Patient muss zunächst von einem Spezialisten für Rehabilitationsmedizin untersucht werden, der den Behandlungsplan festlegt. Dieser Termin ist der Flaschenhals, der die sofortige Versorgung der Patienten unmöglich macht. Auf den entsprechenden Wartelisten standen im vergangenen Dezember nahezu 5.000 Patienten. Dem Sprecher des Physiotherapeutenverbandes zufolge, ist dieser Schritt unnötig, da beispielsweise zu diesem Zeitpunkt der Traumatologe schon seine Arbeit getan und die Behandlung festgelegt hat. Somit könnte die Rehabilitation direkt zugewiesen und sofort begonnen werden, anstatt Beeinträchtigungen der Mobilität der Patienten bis hin zu schwersten Behinderungen in Kauf zu nehmen. Diese Warteliste des Gesundheitssystems könnte also ohne Zusatzkosten wegfallen.




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