„Sonrisas Canarias“ – das Lächeln der Kanaren


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Wochenblatt-Leser helfen

Kaum vorstellbar, was wäre, wenn die vielen Menschen, die ihre Arbeit verloren haben und die hier auf der Insel durch das soziale Netz gefallen sind, nicht auf die ungezählten kleinen und größeren privaten Organisationen und Initiativen zurückgreifen könnten, die sich Tag für Tag dafür einsetzen, Bedürftige mit dem Nötigsten zu versorgen.

„,Sonrisas Canarias’, unsere private Hilfsgruppe, versorgt Tag für Tag bis zu zweitausend Personen mit Lebensmitteln, die hier erscheinen und um Hilfe bitten, weil sie nichts zum Leben haben“. Das versicherte der Präsident der NGO, Luis Febles, als er kürzlich Besuch von Inés Rojas, der Ressortleiterin für Sozialpolitik und Kultur bei der Kanarischen Regierung,  erhielt. Die Politikerin wollte sich einen Eindruck davon machen, wie die Gruppe arbeitet und ihre Einrichtungen kennenlernen.

Luis Febles berichtete über die Menschen, die mit Lebensmitteln versorgt werden. Es handelt sich dabei nicht nur um solche, die im Stadtbezirk und in der näheren Umgebung wohnen. Sie kommen auch aus anderen Teilen der Insel. Oft werden sie von den Sozialämtern der einzelnen Gemeinden, von sozialen Einrichtungen oder vom Kanarischen Gesundheitsdienst an „Sonrisas Canarias“ in San Andrés verwiesen.

„Bereits in den frühen Morgenstunden bildet sich vor unserer Tür eine Menschenschlange und wir bedienen sie alle, bis wir am Abend unsere Türe schließen“, berichtet Febles seiner Besucherin. „Solange hier bedürfte Menschen erscheinen, werden sie von unseren freiwilligen Helfern bedient. Ohne sie könnten wir unsere selbstlose Hilfe nicht leisten.“

Doch versorge sein Verband die bedürftigen Menschen nicht nur mit den dringend benötigten Lebensmitteln sondern vermittele ihnen auch die Teilnahme an Kursen über Arbeitsschutz und die Behandlung von Lebensmitteln, berichtete Febles.

Bis August habe man bereits 31.000 Lebensmittelpakete ausgegeben und er sei davon überzeugt, dass bis zum Jahresende die Rekordzahl von 50.000 Paketen mit Lebensmitteln an bedürftige Familien ausgegeben werden erreicht wird, rechnete Luis Febles Inés Rojas vor.

„Die Großherzigkeit ist erblich, deshalb gehören zu uns ganze Familien, die ihren Nachbarn helfen, wenn diese sich in einer schwierigen Situation befinden“, gab er der Politikerin mit auf den Weg.

Die NGO „Sonrisas Canarias“ ging 2004 aus dem Nachbarschaftsverband „Vecinos Siglo XXI“ in Ortsteil San Andrés von Santa Cruz hervor. Sie hatte das Ziel, Personen zu helfen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befanden und sie mit den nötigsten Lebensmitteln zu versorgen. Damals wurden 60 Personen von der Gruppe betreut. Im Laufe der Jahre und insbesondere seit Beginn der Wirtschaftskrise stieg die Zahl der Familien, die bei „Sonrisas Canarias“ um Hilfe bitten, auf sage und schreibe 27.488 Personen, die dank dieser Unterstützung ihr tägliches Essen bekommen. Bis zu 150.000 Kilo Lebensmittel wurden in dem kleinen Lokal, das ihnen in San Andrés zur Verfügung steht, jährlich ausgegeben.

Luis Febles ist der geistige Vater und Gründer dieser NGO, und Musterbeispiel des Vorsitzenden eines Nachbarschaftsverbandes, der die dringendsten Probleme der Einwohner  erkannt hat, nämlich die Beschaffung des täglichen Essens für die Familien. Den Nachbarschaftsverein münzte er in eine NGO um und machte sich daran, die notwendigen Quellen aufzutun – in der Regel Supermärkte, Einkaufszentren, Großhändler und die Lebensmittelbank der Insel -, bei denen er regelmäßig Spenden von Lebensmittel und Hygieneartikel erhalten konnte.

Heute ist „Sonrisas Canarias“ die Organisation, die, abgesehen von der Lebensmittelbank und der Caritas, in Santa Cruz die meisten Familien versorgt.

Luis unterscheidet bei den Menschen, die in seiner Ausgabestelle um Hilfe bitten, nicht, aus welcher Gemeinde sie kommen, lediglich müssen sie eine Information des zuständigen Sozialarbeiters vorlegen. Was in einer kleinen Garage begann hat sich zu einer Organisation entwickelt, die von der Stadtverwaltung Santa Cruz und auch von anderen Gemeinden der Insel inzwischen als unverzichtbare Hilfsstelle betrachtet wird, wenn es um die Unterstützung Not leidender Familien geht.

Mit unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ unterstützen auch wir immer wieder kleine Hilfsgruppen, die unter dem Namen der Caritas in den Kirchengemeinden tätig sind, aber auch durch direkte Spenden Kindertagesstätten und soziale Speisesäle. Das ist jedoch nur dank der Unterstützung unserer Leser und Freunde möglich.

So möchten wir uns ganz herzlich bei Peter Bergmann und bei Angelika und Werner Böhlke bedanken, die Spenden auf unser Konto überwiesen und bei den lieben Menschen, die eine Patenschaft übernommen haben.

Was bisher mit den Spendengeldern geschah

Alle Spenden kommen voll den verschiedensten hier ansässigen Hilfsorganisationen zugute. Dafür bürgt die nunmehr in 30 Jahren bei seinen Lesern erworbene Reputation des Wochenblatts. Das Sonderkonto bei der Solbank wird gebührenfrei geführt. Kein Cent für Verwaltungsaufwand oder dergleichen wird von Ihren Spenden abgezweigt.

Bevor eine Hilfsorganisation vom Wochenblatt gefördert wird, unterhält man sich eingehend vor Ort mit den Verantwortlichen und macht sich ein Bild über deren Ziele, Arbeitsweise und Effektivität. Darüber wird in allen Wochenblatt-Ausgaben berichtet.

Spendenempfänger:

„La Mesa“, Puerto de la Cruz und San Isi­dro/­ Granadilla (12/09, 02/10, 03/10) Euro 7.300

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“, Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000

Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, Santa Cruz de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 Weihnachtsbescherung, 03/14, 04/14) Euro 23.835

Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500

Caritas Teneriffa (03/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14, 03/14) Euro 10.930

Caritas „Virgen de los Dolores“, Puerto de la Cruz (01/12, 09/12, 06/13, 06/14) Euro 3.750

Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14) Euro 6.000

Vier Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Francia“ (12/12, 3/13, 12/13, 3/14) zusammen Euro 8.000

Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14, 04/14) Euro 2.483,83

Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13, 10/14) Euro 2.300

Caritas La Concepción, Los Realejos (10/14) Euro 1.000

Einladung zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Sol Bank einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos. Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Spendenkonto bei der Solbank: 00810403340001185625

IBAN: ES1400810403340001185625

BIC: BSABESBB

Das Online-Spendenformular finden Sie hier: