SIVE kommt noch vor Jahresende


Regierungsdelegierte wiederholt Zusage des Innenministers

Die Regierungsdelegierte auf den Kanaren, Carolina Darias, hat im Zuge der Vorstellung von 55 neuen Beamten der Nationalpolizei in Santa Cruz de Tenerife das Thema „SIVE“ angesprochen. Das sogenannte integrale Küstenüberwachungssystem SIVE (Sistema Integral de Vigilancia Exterior), das aus mobilen Radaranlagen besteht, ist bereits auf allen Inseln der Nachbarprovinz Las Palmas im Einsatz.

Anfang dieses Jahres hatte Innenminister Rubalcaba angekündigt, dass das SIVE-Netz auf den Kanaren im Laufe dieses Jahres weiter ausgebaut werden würde und SIVE-Anlagen auf Teneriffa, La Gomera und El Hierro stationiert würden. Da sich das Jahr dem Ende zuneigt und es in dieser Angelegenheit bislang keine Neuigkeiten gab, sah sich die Regierungsdelegierte offenbar gezwungen, die Zusage der Regierung erneut zu unterstreichen. „Wir befinden uns innerhalb der gesetzten Frist“, stellte Darias fest und versicherte, dass das SIVE noch vor Jahresende auf den besagten drei Inseln der Provinz Santa Cruz de Tenerife in Betrieb genommen werden wird. Gleichzeitig erinnerte sie aber auch daran, dass durch das SIVE die Ankunft der Flüchtlingsboote nicht verhindert werden kann, sondern diese lediglich frühzeitig erkannt werden.

Die Radaranlagen des SIVE ermöglichen die Überwachung mehrere Kilometer langer   Küstenstreifen. Sie können Flüchtlingsboote aufspüren, sobald diese weniger als 25 Kilometer von der Küste entfernt sind. Infrarotkameras orten Menschen ebenso wie kleine Außenbordmotoren durch ihre Wärmeausstrahlung auf sieben Kilometer. Der Radar sendet die Information über die genaue Position des Bootes an eine Basisstation, die diese wiederum an die Patrouillenschiffe weiterleitet.




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